2019 Arlington – Round 7

Webb vs Roczen © Monster Energy Supercross

450:

Eines der sehenswertesten Rennen gab es letzte Woche in Arlington/Texas. Beim Start schoss ausnahmsweise mal Eli Tomac #3 in die Führung, gefolgt von Ken Roczen #94 der schon früh im Rennen richtig viel Druck auf den Kawasakifahrer ausüben konnte, gleichzeitig musste der Deutsche sich gegen Marvin Musquin’s  #25 Attacken wehren. Ken konzentrierte sich aber nach vorne, griff Eli Tomac einige Runden lang an und ging dann schließlich an Eli vorbei und bestimmte ab da bis in die letzte Phase eindeutig das Rennen. Seine Rundenzeiten unglaublich schnell  und es sah lange Zeit nach dem ersten Sieg für die Nummer 94 diese Saison aus.

Tomac seinerseits machte kurz nach dem Pass einen Fehler und war dann völlig von der Rolle. Am Ende fiel Tomac von 7 auf den 12. Platz zurück.

Eine andere Geschichte an diesem Tag schrieb der vieldiskutierte Cooper Webb #2 gestartet auf der siebten Position hinter all den Schwergewichten in der Meisterschaft legte Cooper den Beweis ab , was er kann wenn er on-fire ist. Er arbeitete sich immer weiter nach vorne und war bei Rennmitte Platz 4 mit 7 Sekunden Abstand auf den Führenden Ken Roczen. Blake Baggett #4 musste dann seinen 3. Platz an Cooper abgeben, der plötzlich einen zusätzlichen Gang fand irgendwie.

Dann ergab sich erstmal ein Duell zwischen den KTM Fahrern, hier durfte natürlich keiner zu hart mit dem anderen umgehen. Als Musquin sich dann Webb beugen musste, hatte dieser seinen Erzrivalen Roczen im Visier. In den letzten 4 Runden gab es dann ein Duell zwischen den beiden. Ken spielte es defensiv und versuchte sich einfach ja keine Blöse zu geben. Für die letzten Runden war es so spannend in jeder Kurve und jedem Waschbrett, bis in die letzte Kurve. In der letzten Kurve kam dann der umstrittene Angriff von Cooper Webb, der Ken ausreichend touchierte und selbst aber einen Tacken schneller beschleunigen konnte. Mit dem knappsten Finale jemals von gerade mal 23 Tausendstel Sekunden gewann Webb so im Fotofinish das Rennen und die Zuschauer in Texas flippten völlig aus. Wenn man sich Bilder vom Überholvorgang anschaut, sieht es aber definitiv weder nach einem fairen noch einem kontrollierten Vorbeigehen aus. Landläufig würde sich das wohl so anhören: “Naa, der is im halt einfach ordentlich in die Karre nei g’fahrn und konnte schneller wieder beschleunich…”

 

Apropos fair und kontrolliert, im Heatrace kam es zwischen Justin Barcia #51 und Tyler Bowers #43 zu einem sehr unschönen Zwischenfall. Man muss sich in Erinnerung rufen, das Bowers sich das Bein brach als er letztes Jahr von Barcia abgeschossen wurde. Und dieses Jahr im Heatrace gab es dann ein Payback für Justin Barcia und er wurde im Rennen von vorgenanntem Bowers aus der Kurve “teleportiert”. Die Attacke sah auch dementsprechend hart aus und Bowers wurde dafür disqualifiziert, aber so kriegt Barcia vielleicht mal einen Geschmack wie es sich für seine Bambam-Opfer so anfühlt.

 

250 East:

 

In der ersten Runde schon die Führung für Austin Forkner #24 mit den Meistschaftsrivalen Sexton, Cooper und Smith innerhalb der Top5. Roczens Trainingskollege Chase Sexton #23 konnte am Anfang des Rennens schon eine Schippe drauf legen in der Verfolgung von Austin Forkner. Sexton war wirklich richtig schnell unterwegs und alles sah so aus, als könnte das seine Nacht werden. Vorne Austin Forkner, der sich etwas verkrampfte während er den Atem der Verfolger im Nacken hatte.

Während aber sowohl Jordon Smith #28 als auch Chase Sexton schneller waren als der Führende Forkner machten beide Mitte bis Ende des Rennens entscheidende Fehler. Während Forkner, der sich der beiden näher kommenden Rivalen bewusst war, aber für sich selbst beschloss, er riskiert jetzt nicht viel mehr, sondern versucht lieber sicher wieder einen Flow zu finden und so fehlerfrei blieb. Durch Smith und Sextons Fehler war am Ende Justin Cooper #32 der “lachende Vierte” und wurde Zweiter.

 

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