WZ Racing – Gesamtsieg in der Sandhölle

#568 Max Palsson

EMX125 in Arroyomolinos & Lommel am 10., 17., 20. & 24. Oktober
EMX250 in Lommel am 17. & 20. Oktober

Während im spanischen Arroyomolinos nahe Madrid ein brandneuer Retortentrack mit Hartboden auf dem Programm stand, bot nur eine Woche später zum finalen Triple-Grand-Prix in Belgien die regelrechte Sandhölle von Lommel reichlich Kontrastprogramm. Sowohl das Finale der EMX125 als auch der EMX250 fand ohne Zuschauer in „Lommelwood“ statt.

Die weite Reise ins Corona-Risikogebiet nahe Madrid traten nur Max Palsson und sein Mechaniker an, wo der Schwede erneut beweisen konnte, dass er auch auf Hartpack keine Scheu hat.

Platz 1 für Max

„Im ersten Lauf hatte ich einen guten Start, fand jedoch keinen Weg am Drittplatzierten vorbei. Der Start im zweiten Moto war schlecht. Im Endeffekt war ich nicht zufrieden mit Gesamtplatz sechs“, erzählte der 17-Jährige, der in Lommel zurück in seinem Element war. Gleich bei fünf von sechs Rennläufen kämpfte der junge Sandhase um die Spitzenpositionen. „Meine Starts waren nicht so toll an den ersten zwei Renntagen“, resümiert Max, der sich trotzdem beim ersten Lommel-Raceday den dritten Gesamtplatz schnappte.

Max

Doch damit nicht genug, setzte Palsson zum Finale noch einen obendrauf und gewann souverän die Tageswertung: „Lommel 3 lief perfekt: Ich hatte meine erste Poleposition überhaupt, im ersten Lauf kassierte ich den Holeshot und gewann. In Moto zwei fuhr ich von Rang vier an die Spitze und gewann wieder. Das war mein erster Gesamtsieg!“ Mit dem vierten Platz der Meisterschaft beendete Palsson seine letzte 125er-Saison stark.

Rasmus Pedersen

Nach wie vor etwas eingebremst vom Schlüsselbeinbruch kämpfte Rasmus Pedersen mit den harten Bedingungen im belgischen Sand. Nachdem der junge Däne vier der neun Meisterschaftsrunden verletzungsbedingt verpasst hatte, beendete er seine finale Hufo-Saison enttäuscht als 23.:

Rasmus

„Ich kämpfte wegen der Schlüsselbeinverletzung sehr mit den schweren Streckenbedingungen. Auf dem Track zeigte ich guten Speed und mein Fahren wurde von Runde zu Runde besser. Am letzten Renntag fühlte ich mich besser, doch Pech verhagelte mir den Tag… Ich arbeite mich nun zurück in Form und komme nächste Saison stärker zurück!“

Lion Florian

Das letzte Rennen der EMX250 fand bereits beim Mittwochsrennen des Lommel-Triples statt und beide WZ-Racer beendeten ihre Saison mit einem starken Auftritt innerhalb der Top Ten. Nach zehn Meisterschaftsrunden und einer aufgrund des Coronavirus sehr ungewöhnlich verlaufenen EMX250-Championship zeigten sich beide KTM-Youngster zufrieden. Lion Florian hatte aufgrund einer Terminüberschneidung gleich zwei Races verpasst und finishte dennoch auf einer guten 15. Meisterschaftsposition:

Lion

„Die EMX-Saison war durch Corona sehr schwierig, denn durch die Triple-GP in der EMX250 wurde es sehr anspruchsvoll für meinen Körper. Dennoch war es im Endeffekt eine gute Saison, in der ich sehr viel lernte und eine gute Zeit mit dem Team hatte. Die Zusammenarbeit hat mich absolut weitergebracht!“, freut sich der Bayer.

Bastian Bøgh Damm

Auch Bastian Bøgh Damm fand nach einer längeren Verletzungsphase im belgischen Sand zurück zu seiner starken Frühform. Trotz eines verpassten Rennens wird er zum Saisonabschluss als Meisterschaftsneunter gelistet.

Bastian

„Die beiden Renntage in Lommel waren okay. Das erste Moto in Lommel 1 war gut und ich fuhr gut. Daher wurde ich Sechster. Mein zweiter Renntag war ganz gut, auch wenn der erste Lauf nicht toll lief. Ich kämpfte mich im zweiten Moto als Vierter zurück an die Spitzenplätze.“

Teamchef Waldemar Zichanowisch blickt auf die Sandschlacht zurück:

„Lommel war für uns erneut ein Auf und Ab. Im Großen und Ganzen bin ich jedoch sehr zufrieden mit den Jungs, denn unser Plan ging gut auf.“ Er fasste die Leistung seiner Fahrer zusammen: „Die schönste Überraschung bescherte uns Max, der bewies, dass man auch ohne in Lommel zu trainieren, dort gewinnen kann! Auch Basti machte wieder einen guten und wichtigen Schritt in die Richtung zurück zu seinem alten Ich. Lion zeigte ebenfalls, was er kann und untermalte, dass er inzwischen ein waschechter Sandhase ist. Rasmus musste nach der Verletzung noch kämpfen, ließ jedoch durch blitzen, was er kann. Ich bin stolz auf meine Jungs und wir zeigten zum Finale noch einmal, dass wir alles richtig gemacht haben und auch ordentliche Ergebnisse liefern.“

Text: WZ Racing
Fotos: Ralph Marzahn
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