2018 Red Bud – Round 7

Erster Sieg diese Saison für Ken Roczen in moto one © promotocross

450:

Marvin Musquin #25 (2.+1.)

Ein weiterer Tagessieg für Marvin diesmal in Red Bud. Am Anfang des Tages sah es absolut nicht so aus. In der ersten Kurve des ersten Laufs geht ihm das Vorderrad weg und die Vorzeichen schauen gar nicht gut aus für den Franzosen und seinen Renntag. Doch er reisst sich zusammen und pflügt in wirklich überzeugender Art und Weise durchs ganze Feld und rollt es von hinten auf. Am Ende noch der 2. Platz für ihn und ein absolut toller Ausblick auf den Tag.

Im zweiten Lauf dann ein guter Start in den Top5 und er macht kurzen Prozess mit Ken Roczen und ist ruckzuck in Führung. Auch wenn er Kenny nie komplett mit mehr als 4 Sekunden los geworden ist, so konnte er am Ende doch den Tagessieg einfahren. Und mit Tomacs katastrophalem Wochenende, der auch den 2. Lauf verhunzt hat darf Marvin nächste Woche mit dem Red Plate des Meisterschaftsführenden auf seiner KTM antreten.

 

Ken Roczen #94  (1.+3.)

Im ersten Lauf ein komplizierter Start, weil Musquin direkt vor ihm down geht und er nichts anderes tun kann als über die KTM zu hoppeln. Trotzdem in der Anfangsphase relativ schnell auf Platz 2 angekommen und Tomac verfolgt. Als die Kawasaki dann den Geist aufgibt erbt Ken unerwarteter Weise die Führung und macht seinen ersten Laufsieg der Saison.

Man muss dem Hondafahrer aber auch zu Gute halten, dass er einfach seinen Rhytmus gefahren ist, fliessend ausgesehen hat und trotz der teils sehr tief ausgefahrenen Strecke immer schnell unterwegs war. Und er ist auch den ganzen ersten Lauf nicht sehr viel langsamer gewesen als Tomac.

Im zweiten Lauf dann ein guter Start, allerdings gleich von Musquin im Zweikampf besiegt worden. Ab da ist er am Franzosen dran geblieben immer grad so ausserhalb der direkten Schlagdistanz, aber innerhalb von 4 Sekunden nah genug um von jedem Fehler profitieren zu können und den Franzosen nicht davon zu lassen.

In den letzten 2 Runden musste er sich dann doch noch Justin Barcia geschlagen geben, der in der zweiten Rennhälfte nochmal eine Schippe drauf legen konnte.

 

Justin Barcia #51 (4.+2.)

In Lauf 1 ist er genau wie Marvin Musquin erstmal zum Bodenprobe nehmen in der ersten Kurve abgestiegen. Barcia hängt sich dann einige Zeit an das Hinterrad des Franzosen um mit ihm durch das ganze Feld zu pflügen. Am Ende verliert er den Anschluss an Musquin und wird aber trotzdem noch 4.

Im zweiten Lauf dann ein wesentlich besserer Start und gleich von Anfang an dabei. Zwischenzeitlich verliert er Roczen mal aus den Augen mit über 4 Sekunden, wird der Amerikaner am Ende stärker und kommt nochmal an Ken heran. In den letzten 2 Runden das große spannende Duell der beiden, das der Yamahafahrer für sich entscheiden kann.

 

Eli Tomac #3 (DNF+ )

Horrorwochenende für Tomac. Im ersten Lauf guter Start, dann die Führung von Blake Baggett durch dessen Fahrfehler geerbet. Und dann nahm das Schicksal seinen Lauf durch einen Totalausfall der Kawasaki.

Und also ber das nicht genug Strafe gewesen wäre, führte das schlechte Ergebnis natürlich zu einer wirklich aussichtslosen Startgatterwahl im zweiten Lauf und somit zu einem richtig schlechten Start. Und dann kamen noch 2 selbstverschuldete Stürze hinzu und das Wochenende endete für den Mann aus Colorado mit mageren 12 Punkten und dem Verlust des roten Startnummernfeldes für den Führenden.

 

Blake Baggett #4 (5.+5.)

Schnellster Mann der Quali, im ersten Lauf die Kiste einfach mal in Führung liegend in den Dreck gelegt, kommt er mal wieder komplett von hinten bis auf den 5. Platz.

Im zweiten Lauf guter Start, aber nochmal kurz abgelegt, damit er weiter seine Aufholjagdskills üben kann. Am Ende wieder Platz 5.

 

250

 

Austin Forkner #35 (DNF+2.)

Man könnte sagen, der junge ProCircuit-Kawasakifahrer ist der stärkste 250er Fahrer zur Zeit  zumindest mit Ferrandis zusammen. Seine letzten 4 Läufe waren richtig im Flow. Leider hatte er auch in Red Bud wieder richtig Pech, oder viel mehr einen Konkurrenten gefunden, der irgendwas am Wort Motorradrennen nicht richtig verstanden hat. Gerade nach dem was letztens mit Cooper/Martin passiert ist und mit Martins Verletzung der Wirbelsäule sollte man meinen, dass den Fahrern klar sein sollte wie gefährlich solche unbedachten Manöver sein können.

Forkner war definitiv schneller als Plessinger unterwegs in Lauf 1 und war auch schon 3 Kurven an ihm vorbei und hatte die Führung innen. In einer Kurve nahm er die schnelle Aussenlinie und Plessinger die innen der Yamahafahrer ließ sich eigentlich schon mehr wie hinaustreiben schoss Forkner auf eine Art und Weise ab. Für den war der Lauf dann beendet mit verletztem Knie, wie es aussah. Er trat zu Lauf 2 jedoch wieder an und arbeitete sich nach gutem Start bis zum Ende wieder auf Platz 2 vor. Auch der zweite Lauf sah nach einem guten Flow des jungen Kawa-fahrers aus.

 

Aaron Plessinger #23 (1.+1.)

Aaron schaute von Anfang an sehr selbstbewusst aus auf der Strecke in Red Bud. Im ersten Moto ein sehr guter Start und schon in Runde 3 die Führung. Gegen Rennmitte dann kam der deutlich schnellere Austin Forkner und nahm Plessinger für ein paar Kurven die Führung weg, bis dieser in einem äußerst umstrittenen Manöver den jungen Kawasakifahrer abseits der Strecke beförderte.

Im zweiten Lauf dann quasi ein Start-Zielsieg für den Yamahafahrer und so der Ausbau der Meisterschaftsführung.

 

Dylan Ferrandis #24 (3.+4.)

Der Franzose hat gerade einen richtigen Lauf muss man sagen. Trotz schlechter bis mittelmäsiger Starts ackert er sich am  Ende immer soweit vor, dass er noch um das Podium mitreden kann. Dabei ist er nicht nur hartnäckig, lässt sich nicht abschütteln und wird mit zunehmendem Lauf immer stärker, sondern er hat auch eine unglaublich clevere Linienwahl. Zum einen sehr kraftschonend und zum anderen, wenn er jemandem am Hinterrad hängt nützt er sehr kreative Linien, die kaum ein anderer überhaupt benutzt und schafft sich so Überholmöglichkeiten und geht sehr schnell an den Konkurrenten vorbei. Bei einem derart ausgewogenen und starken Feld im ersten Lauf von 15 auf 3 und im zweiten Lauf von 12 auf 4 spricht absolut für sich.

Eigentlich sehr schade, dass er nicht die ganze Meisterschaft bestreiten konnte.

 

Alex Martin #26 (4.+3.)

Der Meisterschaftszweite derzeit macht noch zu oft zuviele Fehler. Auch im ersten Lauf benötigte er erstmal eine Bodenprobe um sich zu erden und von hinten wieder aufzuholen, von zeitweise 9 auf 4.

Im zweiten Lauf dann vernünftig gefahren, musste er sich im direkten Zweikampf nur Austin Forkner geschlagen geben und dem schon längst entflohenen Aaron Plessinger.

 

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