Solider Auftakt für Alex Massury zur Damen-Weltmeisterschaft in Frankreich

Alex Massury auf Zweitakt-KTM
Alex Massury in Frankreich

Vergangenes Wochenende stand für mich der erste Lauf zur Damen-Weltmeisterschaft im französischen La Capelle-Marival auf dem Programm. Wie bereits in den vergangenen Jahren war das Rennwochenende auf zwei Tage aufgeteilt: Am Samstag fanden freies Training, Pflichttraining und der erste Rennlauf statt, bevor am Sonntag der zweite Lauf ausgetragen wurde.

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Alex Massury KTM
Wie immer sind meine Eltern mit dabei

Samstag

Die Strecke war komplett neu für mich und bot eine spannende Mischung aus Hartboden, bergauf- und bergabführenden Passagen, vielen Sprüngen, Step-Ups und anspruchsvollen Wellensektionen. Insgesamt machte die Strecke einen richtig coolen Eindruck und bereitete trotz der schwierigen Bedingungen viel Spaß zu fahren.

Alex Massury KTM
Kurz vor dem Start

Wie so oft wurde die Strecke direkt vor den Damenläufen noch einmal intensiv gewässert. Dadurch entwickelte sich das freie Training am Samstag schnell zu einer echten Schlammschlacht. Auch im Qualifying wurden die Bedingungen kaum besser. Im ersten Rennlauf war die Strecke bereits von tiefen Rillen und extrem kantigen Absprüngen geprägt, wodurch das Fahren sehr anspruchsvoll und teilweise auch gefährlich wurde.

Alex Massury auf Zweitakt-KTM

Leider brach bei mir bereits in der zweiten Runde das Kettenrad, wodurch ich das Rennen frühzeitig beenden musste und das Motorrad auf der Strecke abstellen musste. Natürlich war das nicht das Ergebnis, das ich mir erhofft hatte. Umso wichtiger war es jedoch, dass ich dabei nicht gestürzt bin und sowohl ich als auch das Motorrad unbeschadet geblieben sind. Das Bike konnte schnell repariert werden, sodass für Sonntag alles wieder einsatzbereit war.

Sonntag

Alex Massury KTM
Am Sonntag lief es wesentlich besser

Im zweiten Lauf am Sonntag hatte ich aufgrund meines 22. Platzes im Qualifying keinen optimalen Startplatz und musste weit außen an der Startanlage stehen. Zwar kam ich gut aus dem Gatter, wurde in der ersten Runde jedoch weit nach außen gedrängt und verlor dadurch einige Positionen. Trotzdem kämpfte ich mich Runde für Runde nach vorne und konnte bereits in der Anfangsphase einige Plätze gutmachen.

Im weiteren Rennverlauf gab es einige Stürze im Fahrerfeld, während ich konstant mein Rennen fahren konnte und gute Zweikämpfe hatte. Am Ende belegte ich einen starken 13. Platz, mit dem ich sehr zufrieden bin – besonders angesichts der anspruchsvollen Bedingungen und der starken Konkurrenz mit über 40 Teilnehmerinnen. Gesamt reichte es trotz des Ausfalls im ersten Lauf für Platz 17.

Alex Massury KTM
P13 in Lauf 2

Die größte Herausforderung an diesem Wochenende waren definitiv die Kanten in den Absprüngen, der Schlamm und die Hitze. Die Strecke war zwar grundsätzlich sehr gut vorbereitet, wurde aber besonders vor unseren Sessions zu stark bewässert. Dadurch entstanden an vielen Stellen tiefe und schwierige Rillen. Umso zufriedener bin ich damit, dass ich alle Sprünge sicher meistern konnte und über das gesamte Rennen konstant gefahren bin.

Ausblick

Zusammenfassend war es trotz des Ausfalls im ersten Lauf ein positives Wochenende mit vielen wichtigen Erfahrungen und einem starken zweiten Rennen. Jetzt freue ich mich umso mehr auf kommendes Wochenende: Dann steht bereits der zweite Lauf zur Damen-Weltmeisterschaft in Deutschland an – mein Home-GP in Teutschenthal. Darauf freue ich mich riesig.

Text: Alexandra Massury
Fotos: Eva Szabadfi

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