MAX Nagl siegt auch bei der 3. Runde des MX Masters in Bielstein

Siegerpodest in Bielstein: Hunter Lawrence, MAX mit Sohn Mason und Henry Jacobi - Foto: Dietmar Müller

Am Wochenende fand auf der traditionsreichen Strecke im oberbergischen Bielstein, die dritte Runde des ADAC MX Masters statt. Schon in der Qualifikation am Samstag zeigte MAX Nagl/TM allen Mitbewerbern, dass er zur Zeit der Mann ist, der den Ton angibt.

Der Sonntag präsentierte allen Fahrern ausgezeichnete Bedingungen. Eine hervorragend präparierte Strecke, angenehme Temperaturen und so kamen auch fast 8.000 Besucher, um sich die Wettkämpfe auf dieser wunderschönen Naturstrecke anzusehen. Mehr als 260 Helfer und Ehrenamtliche sind pro Renntag im Einsatz gewesen, um den reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. „Das Durchweg positive Feedback der Fahrer und Serienverantwortlichen macht uns stolz“, so der MSC-Vorsitzende Jörg Steinhausen. „Unser Dank gilt allen, die dazu beigetragen haben“, so der Organisationsleiter weiter.

Viele junge Leute wissen gar nicht, dass in Bielstein von 1958 bis zum Jahr 2001, insgesamt 27 Weltmeisterschaftsläufe ausgetragen wurden. Die größten unseres Sports waren hier zu sehen. In den ersten Jahren waren es die schwedischen Fahrer, wie Sten Lundin und Torsten Hallmann, auf Husqvarna, CZ, Monark oder auch Lito, die ganz oben auf dem Podest standen. Ende der 60iger Jahre bis Mitte der 70iger, begann die Siegesserie der Piloten aus Belgien. Der 5-fache Weltmeister Roger De Coster (alle Titel in der Klasse 500 ccm) war hier ebenso siegreich, wie seine Landsleute Joël Robert (6-maliger Weltmeister in der Klasse 250 ccm) und Gaston Rahier, 3-maliger Weltmeister in der Klasse 125 ccm. Diese Siegesserie wurde 1969 und 1971 von einem Fahrer aus Deutschland durchbrochen, Adolf Weil auf der bärenstarken deutschen Maico. 1969 Sieger bei den 250igern und 1971 bei den 500ern. 1977 gewann hier der Finne Heikki Mikkola auf einer Yamaha in der Klasse 500 ccm. Mikkola wurde 4 mal Welmeister, 3 Titel – 500 ccm und 1 Titel – 250 ccm. 2 Jahre später fanden in Bielstein die Läufe in der WM-250 ccm statt. Es siegte Håkan Carlqvist/Schweden (Anmerkung: einer meiner größten Idole) auf Husqvarna. 1981 wurde das MXdN (Motocross der Nationen) hier ausgetragen. Die größte Veranstaltung in unserem Sport. Es war der Beginn der Siegesserie bei den MXdN, heute MXoN, der Fahrer aus den USA. Donnie Hansen, Danny LaPorte, Johnny O’Mara und Chuck Sun holten sich den Titel.

Jacky Martens – Foto: Dietmar Müller

Am 24. Juni 1984, also auf den Tag genau 34 Jahre vor den MX Masters gestern, fanden wieder 2 Läufe in der WM 250 ccm statt. Es gewann der heutige (in der MX2) Rockstar Energy Husqvarna Factory Racing Team Manager Jacky Martens auf KTM. (Anmerkung: Ich durfte im “Rahmenprogramm” im OMK-Pokal 500 ccm Gruppe Nord mit meiner Husqvarna an den Start gehen). Im Jahr 1987 fand erstmalig eine WM bei den Seitenwagen statt. Es siegte das deutsche Gespann Michael Garhammer und Ralf Matthias Haas. (Dieses Gespann wurde übrigens im Jahr 1990 Vize-Weltmeister). Danach war noch 6 mal die Weltmeisterschaft zu Gast in Bielstein. Je 1 mal die Klassen 125, 250 und 500 ccm und 3 mal die Sidecars.  Die Seitenwagen waren es, die 2001 zum letzten Mal eine Weltmeisterschaft in Bielstein austrug. Kristers Sergis und Artis Rasmanis aus Lettland hießen die Gewinner.

Podium Lauf 1: MAX Nagl, Hunter Lawrence/KMP-Honda und Henry Jacobi/Husqvarna – Foto: Dietmar Müller

Jetzt aber wieder zum Geschehen von gestern. Der Beginn zum 1. Lauf verlief für MAX Nagl nicht so gut: “Ich hatte einen guten Start in den ersten Lauf”, so MAX Nagl. “Aber ein Fehler in der Waldpassage hat mich viele Plätze gekostet. Bis ich mich wieder auf Rang zwei nach vorne gekämpft hatte, war Hunter Lawrence schon sehr weit weg. Ich konnte zunächst Zeit auf ihn gut machen, hatte dann jedoch ein Problem mit meinem Motor und musste deshalb das Tempo drosseln.”

Podium Lauf 2: Jacobi, MAX Nagl und Jens Gettemann/Monster Energy Kawasaki Elf Team Pfeil – Foto: Dietmar Müller

Der 2. Lauf war dann eine Demonstration der Stärke von unserem TOP-Piloten MAX Nagl in der MXGP. “Ich war nach dem ersten Durchgang richtig wütend auf mich selbst und konnte es deshalb kaum abwarten endlich ins zweite Rennen zu starten. Dabei konnte ich mir den Frust nämlich schön von der Seele fahren”, schmunzelte der Meisterschaftsführende nach seinem eindrucksvollen Sieg.

MAX Nagl nach Lauf 2 – Foto: Dietmar Müller

So war es dann auch vollkommen richtig, dass sich MAX Nagl nach den Rennen besonders freute.

Henry Jacobi: “Ich fahre einfach wahnsinnig gerne mit der 250er”, versicherte Jacobi. “Da der Kurs in Bielstein relativ eng ist und nicht ganz so lange Bergauffahrten hat, schien mir die Strecke hier ideal. Trotz dem Leistungsdefizit konnte ich ein hohes Tempo fahren und bin mit den Rängen drei und zwei zufrieden. Im zweiten Lauf wurde es am Ende noch mal recht eng, als ich oben im Wald übers Vorderrad gerutscht bin. Da konnte ich mich gerade so noch vor Getteman behaupten.”

Jens Gettemann: “Im ersten Lauf fühlte ich mich völlig kraftlos und kam nicht über Rang 13 hinaus”, schilderte Getteman. “Dafür ging es in Rennen zwei deutlich besser und ich konnte mich vor Hunter Lawrence auf Rang drei behaupten.”

Hunter Lawrence nach Lauf 2: “Ich steckte zunächst im Verkehr fest und tat mir schwer, schnell nach vorne zu kommen”, räumte der Australier ein. “Aber nach ein paar Minuten lief es besser und ich konnte viele Plätze gut machen. Rang zwei in der Tageswertung ist absolut Okay – ich fahre mit einem Lächeln im Gesicht nach Hause.”

Gesamtpodium: 2. Hunter Lawrence, 1. MAX Nagl mit Mason und 3. Henry Jacobi – Foto: Dietmar Müller

Gesamtergebnis            Meisterschaftsstand           Herstellerwertung

 

 

 

 

 

 

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Waldschrat
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Waldschrat

Feuchte Augen bekommen,beim Lesen vom “historischen Teil” des Artikels,WM,es war einmal…
Schön, dass es Bielstein noch gibt, Luongo braucht Retortenkurse und Luxushotels für seinen Clan gleich nebenan,lieber nächste Wochen die Fahrer im Dschungel im Morast versinken lassen.
Solche Natur-Strecken wie Bielstein werden heute nicht mehr neu genehmigt,dank Linksverdrehten und Ökofaschisten.
Die Bäume wachsen munter weiter, die Vögel brüten noch, trotz Feinstaub und Fahrzeugen ohne Euro7.
Politisch unkorrekte Realität im “Homeland NRW”.
Die Revolution ist auch ausgeblieben,obwohl von DU149 endgültig angekündigt.
Lags am Fahrer, oder am mangelden Drehmoment gegen die Dampfhämmer?
Vielleicht hätte er sich in Leverkusen den passenden Motor besorgen sollen.