
Am 4. und 5. Juli 2026 geht Nick de Jong erstmals für Deutschland in der Motocross Junioren-Weltmeisterschaft an den Start. Hinter dem Zwölfjährigen steht eine Frau, die alles gibt, damit dieser Traum Realität werden kann: seine Mutter Natalie.
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Am 4. und 5. Juli 2026 wird in Jinín (CZ) ein Name auf der Startliste der Motocross Junioren-Weltmeisterschaft stehen, der in der deutschen Nachwuchsszene längst kein Unbekannter mehr ist: Nick de Jong, #514, gerade zwölf Jahre alt geworden, geht erstmals im deutschen Trikot in der Klasse 85 ccm an den Start. Von dort führt der Weg direkt weiter nach Estland zum Halbfinale der Europameisterschaft – mit dem klaren Ziel, sich für das EM-Finale Ende Juli im tschechischen Loket zu qualifizieren.
Drei internationale Großereignisse in einem Monat. Ein Pensum, das selbst etablierte Werksfahrer fordert – und das hinter den Kulissen vor allem von einer Person gestemmt wird: seiner Mutter Natalie de Jong.
Mit drei Jahren das erste Mal im Sattel

Geplant war diese Karriere nie. „Es war niemals der Plan, dass er diesen Sport betreibt”, erzählt Natalie. „Aber er war besessen von allem, was zwei Räder hat.” Mit drei Jahren saß Nick zum ersten Mal auf einem Bike, mit vier wollte er regelmäßig fahren. Aus der kindlichen Faszination wurde Leidenschaft, aus Leidenschaft eine Laufbahn, die heute durch den ADAC Junior Cup, die EMX, die Deutsche Motocross-Meisterschaft (DMX 85) und nun die Junioren-WM führt.
Die Erfolgsbilanz des Zwölfjährigen kann sich sehen lassen: Masterkids Champion 2023, Vizemeister ONK 2023 in den Niederlanden und im vergangenen Jahr ein starker 5. Platz in der DMX 85. Für die kommenden Jahre lauten die Ziele: Podium im Junior Cup und in der EMX, Top 3 in der DMX – und langfristig der ganz große Traum von WM oder AMA.
Trainiert von Jordi Tixier

Seit über einem Jahr arbeitet Nick mit dem ehemaligen MX2-Weltmeister Jordi Tixier zusammen – ein Setup, das sich in der fahrerischen Entwicklung des Youngsters deutlich zeigt. „Jordi gibt Nick sowohl fahrerisch als auch menschlich ein unfassbares Vertrauen”, sagt Natalie. „Dafür sind wir sehr dankbar und könnten derzeit kein besseres Setup für ihn haben.” Im Sattel sitzt Nick für das Team KMP Honda Racing by DVAG rund um Teamchef Alexander Karg – eine Mannschaft, die seit Jahren konsequent in den deutschen Nachwuchs investiert.
Wenn eine Mutter alles gibt

So eindrucksvoll die sportliche Geschichte ist, so anspruchsvoll ist die Realität dahinter. Natalie de Jong steht vor einer Aufgabe, die weit über das hinausgeht, was Motocross-Eltern ohnehin täglich leisten: Sie organisiert, plant, fährt, betreut – und finanziert. Die Reise nach Tschechien, weiter nach Estland und zurück nach Loket ist ein logistischer und vor allem finanzieller Kraftakt, den eine Familie allein kaum tragen kann.
Aus diesem Grund hat Natalie einen Spendenaufruf auf GoFundMe gestartet. „Wer uns unterstützen möchte, kann dies jederzeit gerne tun, damit wir die Reisekosten im Juli aufbringen können”, schreibt sie. Es ist ein leiser Aufruf – ohne große Geste, aber mit umso mehr Substanz dahinter.
Jugendförderung lebt von denen, die hinschauen

Die Geschichte von Nick und Natalie de Jong steht stellvertretend für vieles, was die deutsche Motocross-Szene ausmacht – und für einiges, was sie braucht. Junge Talente entwickeln sich nicht im luftleeren Raum. Sie brauchen Trainer wie Jordi Tixier, Teams wie KMP Racing, Verbände, die internationale Starts ermöglichen, und Eltern, die ihre eigenen Pläne hintenanstellen. Aber sie brauchen auch ein Umfeld, das versteht, dass Jugendförderung im Motorsport eine Gemeinschaftsaufgabe ist.
Nick de Jong hat das Talent, den Trainer, das Team und einen Charakter, der in der Boxengasse längst auffällt. Was er und seine Mutter jetzt brauchen, sind Menschen, die diesen Weg ein Stück mitgehen – als Sponsor, als Supporter, oder einfach als Unterstützer über die GoFundMe-Kampagne.
Denn am Ende ist es das, was Nachwuchsförderung im besten Sinne bedeutet: nicht der lauteste Auftritt, sondern die Schulter, auf die sich eine Mutter und ihr Sohn verlassen können, wenn es Anfang Juli Richtung Jinín geht.
#514 Nick – ein Name, den man sich merken sollte.
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Steckbrief Fahrer: Nick de Jong, #514 Geburtsjahr: 2014 Klasse: 85 ccm Team: KMP Honda Racing by DVAG (Teamchef: Alexander Karg) Trainer: Jordi Tixier (MX2-Weltmeister) Meisterschaften 2026: ADAC Junior Cup, EMX, Junior-WM, DMX 85 Team-Website: kmpracing.de
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