
Am vergangenen Wochenende stand der dritte Lauf zur Damen-Weltmeisterschaft im südenglischen Foxhills auf dem Programm. Für mich war es das erste Mal auf dieser Strecke, die für die Veranstaltung komplett umgebaut worden war. Der Kurs bestand aus Hartboden und war geprägt von extrem steilen Auf- und Abfahrten, großen Sprüngen und einem flüssigen Streckenlayout. Die Strecke wurde während des gesamten Wochenendes hervorragend präpariert – und erstmals in dieser Saison mussten wir Damen nicht auf einer völlig überwässerten und schlammigen Strecke an den Start gehen.
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Bereits im freien Training fühlte ich mich auf der Strecke sehr wohl. Auch im Qualifying lief es hervorragend: Mit der zwölftschnellsten Zeit sicherte ich mir eine ausgezeichnete Ausgangsposition für die Rennläufe.
Der erste Lauf begann nahezu perfekt. Ich kam hervorragend aus dem Startgatter und bog als Dritte in die erste Kurve ein. In den ersten Runden musste ich zwar einige Positionen abgeben, konnte mich anschließend aber in den Top 10 behaupten und lieferte mir spannende Zweikämpfe. Nach 25 Minuten Renndistanz überquerte ich auf einem starken 10. Platz die Ziellinie. Besonders gefreut hat mich, dass ich das Tempo der Top-10-Fahrerinnen mitgehen und bis zum Schluss um die Positionen kämpfen konnte.

Nach dem Rennen merkte ich allerdings schnell, dass sich eine Grippe ankündigte. Fieber und Halsschmerzen machten sich bemerkbar und begleiteten mich auch noch am Sonntagmorgen vor dem zweiten Lauf.
Trotzdem ging ich motiviert an den Start. Ich hoffte, dass das Adrenalin die Krankheit zumindest während des Rennens in den Hintergrund rücken lassen würde – und genauso war es auch. Der Start gelang erneut gut, allerdings musste ich in der ersten Kurve einem Startsturz ausweichen und verlor dadurch einige Positionen. Aus dem Mittelfeld arbeitete ich mich Runde für Runde wieder nach vorne. Zunächst fuhr ich längere Zeit auf Platz 13, bevor ich gegen Rennende noch die Zwölftplatzierte überholen konnte und das Rennen schließlich auf Rang 12 beendete.

Mit Platz 10 und Platz 12 erreichte ich Gesamtrang 11 – mein bislang bestes Ergebnis in dieser Weltmeisterschaftssaison. Gleichzeitig konnte ich mich in der Gesamtwertung auf Platz 13 verbessern.
Ich bin sehr zufrieden mit diesem Wochenende. Die Strecke hat unglaublich viel Spaß gemacht, ich konnte auf einem neuen Kurs sofort ein gutes Gefühl entwickeln und trotz der aufkommenden Grippe zwei konstante Rennen fahren. Die Reise nach Großbritannien war wieder ein echtes Abenteuer und ein weiteres Highlight meiner Saison.
Weiter geht es für mich in zwei Wochen beim nächsten Lauf zur Deutschen Damen-Meisterschaft in Bielstein. Ich freue mich schon darauf, dort wieder anzugreifen.
Text: Alexandra Massury
Fotos: Eva Szabadfi
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