2019 Oakland – Round 4

Cooper Webb © GuyB

250 West

 

Im 250er Mainevent holte sich Adam Cianciarulo #92 in der ersten Runde die Führung und hatte danach alle Hände voll zu tun mit Colt Nichols #39 der auf der Verfolgerposition mächtig Dampf machte auf Adam. Cianciarulo pushte sich selbst auf 110% und man hatte schon den Eindruck irgendwann würde es ihn irgendwo zerstören, aber der ProCircuit-Kawafahrer konnte sich nach einiger Zeit und ein paar Atem-anhalt-Momenten vom Druck des Yamahafahrers lösen und wieder etwas Abstand gewinnen.

Shane McElrath #12 der sich innerhalb des Rennanfangs auf den 3. hervor gearbeitet hat, musste sich plötzlich mit dem nicht so gut gestarteten Dylan Ferrandis #34 auseinandersetzen. Der Franzose war genauso wie sein Landsmann Musquin in Oakland der schnellste Fahrer im jeweiligen Finale.  Nach dem unausweichlichen Überholmanöver von Ferrandis machte der sich auf, seinen Teamkollegen Nichols einzuholen. Auch hier war das Überholmanöver nur eine Frage der Zeit und ging schnell und eher hart von statten. Kurz vor Ende kam Dylan dann noch an Adam ran, dieser konnte aber in der finalen Runde nochmal eine absolut überragende Zeit durch einen perfekten sauberen Umlauf hinlegen und sich so genug Raum verschaffen um nicht noch einen Angriff zuzulassen in den letzten Kurven.

 

 

450

 

In der großen Klasse setzte sich Cooper Webb #2 von Anfang an an die Spitze und fuhr einen Startzielsieg nach Hause. In den ersten Runden war sein französischer Teamkollege Marvin Musquin #25 noch an ihm dran, dieser musste jedoch bei Rennmitte zu Boden und fiel bis auf Position 6 zurück. Nach seiner Bodenberührung packte er allerdings ein paar Schippen drauf und peitschte seine Redbull-KTM an seinen Titelkonkurrenten Tomac und Roczen vorbei bis auf die Verfolgerposition. Dort angekommen konnte er nochmal Druck auf Webb aufbauen, dieser rettete den Rennsieg jedoch über die  Zeit.

Ken Roczen #94 hatte einen guten Start und kämpfte sich vom 6. Platz auf den 4.Rang vor und biss sich dann erstmal eine Zeit lang Kawaskifahrer Joey Savatgy #17 die Zähne aus. Als er dann endlich gegen Rennmitte vorbei war zeigte er kurzzeitig die schnellsten Rundenzeiten. Die Reihenfolge änderte sich dann innerhalb weniger Runden von Webb, Roczen, Tomac, Musquin, Baggett zu Webb, Musquin, Baggett, Roczen, Tomac. Eli Tomac #3 ließ sich dann im Endspurt auch nicht mehr von Ken halten und so wurde der Deutsche 5. und verlor das rote Numberplate für nächste Woche an Cooper Webb.

Blake Baggett #4 startete durch die erste Kurve als 11., eine Position hinter Eli Tomac, der aber meistens früher im Lauf starken Zug nach vorne hat, der sympathische KTM Rider braucht immer eine Zeit lang bis er richtig warm wird und wurde aber gegen Rennende unglaublich schnell. Als einer der wenigen fuhr Baggett das Waschbrett durch und “skimmte” die Whoops im Gegensatz zu seinen Kollegen, die sich ob des weichen stets veränderten Waschbretts zum Springen der Hügel entschieden. Beim Springen geht man weniger Risiko ein und es ist nicht annähernd so anstrengend, hat jedoch den Nachteil, dass es teilweise doch langsamer ist. Blake sagte von sich selbst,”Ich kann das mit dem Springen nicht gut. Deswegen mach ich immer die Augen zu, bete und baller einfach durch. ” So kamen wir dieses Wochenende zu einem reinen KTM-Podium in der großen Klasse, während die Meisterschaft extrem spannend wird. 4 Fahrer innerhalb von 5 Punkten, die um die Meisterschaft kämpfen hört sich nach einem super “Drehbuch” für die Fans an. Funfact nebenbei, die 3 heißesten Meistschaftskandidaten Tomac, Roczen und Musquin haben bisher noch keinen Sieg eingefahren. Bei einem derart dichten Feld scheint man sich unter diesen einig zu sein, dass “den Diesel machen” a la Ryan Dungey aus früheren Jahren eine sehr gute Taktik ist. Es ist eine lange Saison im Supercross und wenn man dann die Outdoormeisterschaft noch dazu rechnet, ein verdammt langes dicht gepacktes Jahr, also lieber jede Woche einigermassen vorne dabei als immer alles riskieren und am Ende dann verlieren.

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