2019 Denver – Round 15

Cooper Webb und Eli Tomac © GuyB

450:

 

In Denver ergeben sich für die Fahrer aufgrund der Höhe immer anspruchsvolle Bedingungen und dieses Jahr gab es sogar Schnee zu den ersten Trainings, so daß man diese nach hinten verschob und zusammenfasste. Dementsprechend befürchtete schon Jeder, dass es wieder ein schlammiges Rennen wird. Doch zum Mainevent hin waren die Bedingungen absolut trocken und die Strecke gut präpariert.

In der heißen Phase der Meisterschaft zeigt als erster Marvin Musquin #25 Nerven, während Eli Tomac #3 aufblüht. Nach dem Holeshot für Marvin hätte er an einem normalen Tag einfach davon fahren können sollen. Aber in Denver lief es einfach nicht so rund für ihn und so übernahm der auf 5 gestartete Lokalmatador Eli Tomac #3 nach dem ersten Renndrittel die Führung. Eli war bei seinem Heimrennen einfach nicht zu halten und die Menge im Stadium feierte ausgiebig nach seinem Zieldurchlauf.

Für den Meisterschaftsführenden Cooper Webb #2 sah es erst nicht nach einem so gut Rennen aus aber er fing sich dann im Rennverlauf und arbeitete sich langsam und verhalten nach vorne. An Joey Savatgy im Kampf um Platz 3 kaute Webb dann erstmal sehr lange herum, bis er einen Weg vorbei fand. Mittlerweile merkt man eben auch, dass er weiß wenn bei einem seiner rücksichtslosen Manöver was schief geht, könnte so die Meisterschaft verloren gehen.

Ken Roczen #94 fand in Denver nicht zu seiner Form und haderte zudem noch mit den Starts, im Main hieß das von Kurve 1 mit Position 9 war nicht mehr drinnen als der 7. Platz im Ziel.

Eli Tomac ist nach Denver die einzige wirkliche Herausforderung für Cooper Webb, bei einem Abstand von 18 Punkten ist der Titel immer noch spannend, zumal einige Fahrer in aller Regelmäsigkeit mehr Speed als der KTM Fahrer mit der Nummer 2 haben. Wenn Tomac beide Läufe  gewinnt, müsste Webb allerdings pro Rennen 9 Punkte verlieren, was zweimal Platz 7 bedeutete. Aber bekanntlich ist es erst rum wenn es rum ist. Ein großer Patzer oder technischer Defekt von Webb und schon wäre alles wieder offen.

 

 

250:

 

Im 250er Rennen hieß es Holeshot für Michael Mosiman #36 auf seiner Husqvarna vor Adam Cianciarulo #92 der seinen Titelanspruch wieder unterstreichen wollte. Mosiman bot Adam dann einen rundenlangen Kampf im gesamten ersten Renndrittel bis die Nummer 92 endlich einen Weg vorbei fand und ab da auch nicht mehr gesehen war. Derweil ackerte sich Dylan Ferrandis #34 (dem das Rennklima in Denver absolut zu kalt war) auf die Verfolgerposition von Mosiman. Und da Mosiman an diesem Tag extrem gut drauf war, bot er ausgleichenderweise Meisterschaftsverfolger Ferrandis das nächste Renndrittel einen ordentlichen Kampf um Platz 2. Im letzten Renndrittel dann doch etwas ausgelaugt vom Kampf gegen die beiden schnellsten der Westküste musste Mosiman noch Colt Nichols #39 und RJ Hampshire #31 Platz machen.

Bei der Pressekonferenz gab Adam dann zu, dass ihn die Zuschauermenge und starke Stimmung im Stadium richtig beeindruckte und er gerne mehr von solchen Rennen hätte. Ausserdem hatte er lobende Worte für seinen anfänglichen Renngegner Mosiman übrig. “Michael wird immer schneller und es war ein wirklich starker Zweikampf mit ihm.”

Vor dem Finale in Vegas (das ja wieder ein East/West-Shootout wird) führt Adam die Meisterschaft mit 8 Punkten an vor Dylan Ferrandis. Colt Nichols ist derweil schon aus dem Titelrennen ausgeschieden, mit 45 Punkten Abstand auf Cianciarulo gibt es für ihn nichts mehr zu holen.

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