2019 Seattle – Round 12

Marvin Musquin © GuyB

Im normalerweise verregneten Washington State ging es diese Woche in die 12. Runde vom Monster Energy Supercross. Eine trockene Strecke im großen offenen Stadion mit einem langen steilen Waschbrett stellte die Fahrer vor lange ersehnte fahrerische Aufgaben und ermöglichte richtig gute Rennen mit genug Überholmöglichkeiten.

 

250 West:

In der kleinen Klasse bekamen wir einen Holeshot von Jimmy Decotis #64 auf seiner Suzuki zu sehen. Dicht dahinter dann schon die Meisterschaftkandidaten mit Dylan Ferrandis #34, Colt Nichols #39 und Adam Cianciarulo #92. Schon in der Anfangsphase waren aber weder Cianciarulo noch Ferrandis für Decotis haltbar und machten sich auf und davon, während Nichols schon in der ersten Runde richtig hart down ging und das Rennen nicht mehr beendete.

So denn war es vorne über 17 Runden eine knappe Geschichte, in der Cianciarulo dem französischen Yamahafahrer Ferrandis nie mehr als 1,5 Sekunden Abstand ließ. Doch bis ins Ziel und trotz einer Attacke in der letzten Runde biss sich Dylan Ferrandis durch und holte sich seinen ersten Supercrosssieg überhaupt. Abgeschlagen kam dahinter Jimmy Decotis ins Ziel und meisterschaftsmäsig ist es natürlich jetzt wichtig, wie es Colt Nichols geht bzw ob er eine größere Verletzung hat.

Ferrandis jedenfalls sah nach dem Sieg wirklich erleichtert und geboostet aus und wird wohl in naher Zukunft einiges an Aufwind dadurch haben.

 

 

450:

In der großen Klasse war man natürlich auch heilfroh, dass es nicht im Seattle-typischen Regenwetter endete und zu einer Schlammschlacht wurde.

Beim Startcrash im Mainevent versprang sich Chad Reed #22 in einer Sektion und als zu Boden ging konnte Kyle Chisholm nicht mehr ausweichen und sprang mit dem Fuss direkt auf Chad Reeds Arm. Das sah auch nach etwas Größerem aus, weil Reed sofort den anderen Arm hob um anzuzeigen, dass er die Medical Crew brauchte. Die Red-Cross-Flagge kam raus und just in dieser Phase passierte dem Führenden Marvin Musquin #25 ein entscheidender Fehler in dem er die Doubles neben der Flagge sprang anstatt die ganze Sektion auszurollen, so wie es im Regelbuch steht.

Das Bike von Ken © GuyB

So hieß es Musquin gefolgt von Ken Roczen #94 und dessen Teamkollege Cole Seely #14, der allerdings dann im Laufe des Rennens nach hinten gereicht wurde. Ken fuhr ein starkes Rennen, ließ Musquin nie allzu weit aus der Reichweite entwischen und konnte aber trotzdem nicht so weit rankommen, dass er wirklich eine Attacke hätte starten können.

Dahinter am Ende Eli Tomac #3 der ein eher einsames Rennen auf dem Dritten Platz fuhr während der hinter ihm ins Ziel kommende Cooper Webb #2 vom 7. Platz nach dem Start nach vorne fuhr.

Cooper Webb #2  hatte allerdings Glück,  da Marvin Musquin aufgrund des Regelverstoßes 7 Punkte Abzug erhielt und der Meisterschaftsabstand so genau Null Punkte ab-oder zunahm.

Die Fahrer hatten alle sehr wohlwollende Worte für die Strecke und deren Layout übrig, da diese endlich wieder Racing zuließ und gerade im Waschbrett zeitmäsig der Unterschied zwischen den einzelnen Fahrern zu sehen und zu spüren war.

Übrigens sahen wir den ersten rein französischen Supercrosssieg in der kleinen und großen Klasse gleichzeitig seit 19 Jahren (damals Vuillemin und Roncada).

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