2018 High Point – Round 4

Marvin Musquin in Lauf 1 vor Eli Tomac © Brian Converse

450:

 

Eli Tomac #3 (2.+1.)

Tomac war am Ende wieder trotz allem Tagessieger in der 450er Klasse, musste sich aber erstmal seine Unbezwingbarkeit von Marvin Musquin nehmen lassen. In Lauf 1 nach dem ersten  Holeshot für Tomac diese Saison, wurde er später im Lauf nach langem spannenden Kampf von Musquin überholt und dieser entschwand.

Im zweiten Lauf hatte ET wieder einen guten Start, musste sich am Anfang des Laufes ein sehenswertes Duell mit Kenny liefern, in dem die beiden ein paar Mal Positionen tauschten.  Eli zog dann davon und wurde am Ende des zweiten Laufes von Marvin Musquin unter Druck gesetzt und musste so bis zur Finishline zeigen was er kann.

 

Marvin Musquin #25 (1.+2.)

Marvin hatte ein unglaublich starkes Wochenende, die Strecke war genau seins. Sie war schwer, sehr technisch und mit vielen Spurrillen und Linien. Der Franzose meisterte es sagenhaft und war mit der schnellste Mann an diesem Wochenende, mit einer Ausnahme mit den Initialen BB.

Aber erstmal zu Marvin, den ersten Lauf begann er nicht gerade mit der Brechstange und er ließ sich nach dem Start dann erstmal von Justin Barcia überholen, nur um im späteren Zweikampf wieder an der Nummer 51 vorbei zu gehen und sich dann auch noch Eli Tomac zu schnappen und den Lauf souverän auf Platz 1 zu Ende zu fahren.

Im zweiten Lauf musste er erstmal an Ken Roczen vorbei, der wirklich einen guten Start hatte. Dann fing der KTM-Rider an, seinen Flow zu finden und arbeitete sich systematisch an Tomac ran um ihn in den letzten Runden richtig hart zu bedrängen. Hätte der Lauf ein bisschen länger gedauert, wäre es unvermeidlich gewesen, dass der Franzose an Tomac vorbei gegangen wäre.

Psychologisch und im Hinblick auf die Dynamik der Meisterschaft war High Point unglaublich wichtig, weil es allen gezeigt hat, dass Eli schlagbar ist und auch nur mit Wasser kocht.

 

Ken Roczen #94  (7.+3.)

Kennys Wochenende sah solala aus. Definitiv Pech beim Start zum ersten Lauf, beim Einbiegen in die erste Kurve erhält er einen Schlag aufs Hinterrad von Fahrern hinter ihm und geht so zu Boden. Bei selbigem Crash waren einige involviert, u.a. der Trainingsschnellste Blake Baggett. Die beiden machen sich dann auf, das Feld von hinten komplett aufzurollen. Kennys Fahrweise sah dabei unglaublich kraftsparend und effektiv aus.

Nach dem Holeshot Kens in Lauf2 muss er sich erstmal gegen Eli erwehren und dem Hin und Her an der Positionen, schließlich muss er den Amerikaner doch ziehen lassen und später auch Musquin dazu. Kenny sah auf dem Bike auch nicht so aus als könnte er an dem Tag noch stark auf Angriff fahren.

 

Blake Baggett #4 (5.+7.)

Beim Startcrash im ersten Lauf ging auch Blake Baggett mit down und war wie Kenny einer der absolut letzten die wieder weiterfahren konnten. Die Aufholjagd dann “El Chupacabra”-Style sprich in typischer Blake Baggett Manier durchs ganze Feld geballert bis auf den 5. Platz.

Im 2.Lauf dann zumindest kein Crash, aber wieder ein komplett vermurkster Start, mit anschliessender Aufholjagd bis auf den 7. Platz. Es wäre natürlich cool zu wissen, ob Blake mit den beiden Führenden hätte mithalten können oder sogar schneller gewesen wäre. But we will never know! So bleibt im Interesse aller Fans zu sagen: “Arbeite bitte an Deinen Starts Blake”.

 

Justin Hill #46 (4.+6.)

Nachdem durch den Abgang von Phil Nicoletti zu Husqvarna eine der Yoshimura-Suzukis in der großen Klasse frei geworden ist und Justin Hill im 250er Meisterschaftskampf wenig mitzureden hatte, hat man ihn auf die große Maschine als Nicoletti-Ersatz gesetzt. Die Ergebnisse sind auf jeden Fall auf Anhieb um  einiges besser als seine Einsätze auf der kleinen Maschine.

 

250

 

Jeremy Martin #6 (2.+DNF)

Das man als stärkster Fahrer des Tages nicht automatisch Tagessieger wird musste Jeremy Martin erfahren. Mit dem roten Numberplate des Führenden nach High Point gekommen, eigentlich alles richtig gemacht, gute Starts, stark gefahren, smarte Linienwahl und hart gekämpft aber trotzdem verloren, so könnte man seine Leistung beschreiben. Im ersten Lauf enteilte Aaron Plessinger an der Spitze, während Jeremy trotz all seiner Fähigkeiten 20 min im Kampf um den 2. Platz keinen Weg an Justin Cooper vorbei fand. Man konnte sehen, dass der Hondarider einen Tacken schneller wäre, was er auch bewies sobald er vorbei war, setzte sich J-Mart nämlich auch ab. Nur da war es schon zu spät um Plessinger noch einzuholen.

Im 2. Lauf hat sich Jeremy dann gleich beim Start nach vorne gesetzt und die Führung Runde für Runde ausgebaut, er war klar der schnellste Mann an dem Tag in der kleinen Klasse…bis …ja bis das Bike ihm einen Strich durch die Rechnung machte und er einfach stehen blieb.

Das wars dann mit Tagessieger und durch den Laufausfall musste er auch gleich die Meisterschaftsführung an Plessinger abgeben.

 

Alex Martin #26 (12.+5.)

Auch für seinen Bruder Alex war es ein eher durchwachsenes Wochenende, im ersten Lauf einen guten Start gehabt und dann aber down gegangen, musste er das halbe Feld vorbeilassen und sich erstmal wieder von hinten nach vorne kämpfen, was ihn nur auf den 12. Platz brachte.

Im 2. Lauf sah es besser aus, bis er im ehrgeizigen 4er-Kampf um Platz 2 einen Fehler machte und wieder kurz Bodenberührung suchte. Diesmal konnte er zumindest wieder einige der Fahrer einholen, die ihn zwischenzeitlich überholt hatten und landete noch auf dem 5. Platz am Ende.

 

Aaron Plessinger #23 (1.+1.)

Perfektes Wochenende für Plessinger. Holeshot und Führung ausgebaut im ersten Lauf.

Im zweiten Lauf Start auf Position 5 , als Vierter dann eine Zeit lang im Dreikampf mit Austin Forkner und Justin Cooper gewesen. Irgendwann hat er dann den richtigen Spot gefunden und ging gleich an beiden gleichzeitig vorbei und da er auch einen Tacken schneller war als die beiden, war ihm der 2. Platz solange sicher bis der uneinholbare  Jeremy Martin dank Defekt ausfiel und Aaron so die Führung erbte und das Rennen bequem nach Hause fuhr.

 

Justin Cooper #62 (3.+4.)

Die Starts hat Cooper einfach raus und er ist immer unter den ersten 3 zu finden. So auch in Lauf 1 in High Point, er musste sich allerdings im ersten Lauf allerdings erstmal seine Sporen im Duell mit Exchampion Jeremy Martin im Kampf um den 2. Platz verdienen. Der 20jährige Cooper ist in seiner ersten vollen Profisaison aber schon ein abgebrühter und verdammt harter Gegner und so sah man 20 min des ersten Rennens einen spannende Kampf mit Jeremy Martin. Nach Martins Überholmanöver lief Justin auf Platz 3 ins Ziel ein.

Im zweiten Lauf dann wieder mal ein Holeshot für Justin doch diesmal hatte Jeremy Martin nicht so lange Geduld und machte gleich kurzen Prozess mit dem Youngster, der auch noch von Austin Forkner geschnupft wurde. Mit diesem lieferte er sich aber einen sehenswerten Zweikampf über das halbe Rennen und die beiden mussten lediglich Plessinger ziehen lassen. Aufs Rennende hin fiel Cooper dann ab und musste sich mit Rang 4 zufrieden geben.

 

Dylan Ferrandis #24 (8.+3.)

Im ersten Lauf einen mittelmäsigen Start gehabt und bis er auf Joey Savatgy traf machte der Franzose einige an Plätzen gut. Am Ende Rang 8 nach Wiedergenesung ist definitiv kein schlechter Einstieg.

Im zweiten Lauf allerdings zeigte der Franzose wo er eigentlich hingehört. Natürlich hatte er auch Glück durch die Ausfälle der vor ihm fahrenden, wie Chase Sexton, Jeremy Martin und dem Sturz von Alex Martin. Aber nichts desto trotz sah der Franzose, der dann am Laufende Austin Forkner auf Platz 2 richtig hart unter Druck setzte bis zur letzten Kurve. Da sah man auf jeden Fall den puren Speed des Franzosen und man kann sich jetzt schon freuen auf einen weiteren Spitzenfahrer der wieder genesen ist und die spannenden 250er Rennen noch weiter bereichern wird.

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