WM-Rennen als Training für ADAC MX Masters genutzt

Tom Koch

Als am letzten März-Wochenende der dritte Motocross-Grand-Prix 2019 im niederländischen Valkenswaard auf dem Plan stand, bestritt Tom Koch seinen zweiten GP in der Top-Klasse MXGP und nutzte diesen gleichzeitig als adäquates Training für den Saisonauftakt des diesjährigen ADAC MX Masters. Dieser findet am 13. und 14. April erneut im südbrandenburgischen Fürstlich Drehna statt. Dass man sich bei der Veranstaltung mit dem höheren Prädikat auf die, wenngleich international offene, nationale Serie vorbereitet, ist eher unüblich, doch ist genau das in diesem Fall bei Tom Koch durchaus zutreffend.

Einerseits begann die Motocross-Weltmeisterschaft 2019 um einiges eher als das Masters, andererseits ähneln sich die Strecken in Valkenswaard und jene in Fürstlich Drehna stark. Dazu erklärte der 21 -jährige Tom Koch aus dem thüringischen Wormstedt nach seinen Plätzen 28 und 27 im „Sandkasten“ von Valkenswaard: „Eigentlich liegt mir Sand, weil ich im Winter immer viel auf solchen Strecken trainiere. Die WM ist in der MXGP-Klasse, in der ich neu bin, halt noch einmal eine andere Liga. In diesem Winter war ich wegen meiner Verletzung vom Supercross in der Vorbereitung etwas eingeschränkt. Das merkt man eindeutig. Nach Gesamtrang sieben im ADAC MX Masters 2018 habe ich mir für dieses Jahr einen Platz unter den ersten Fünf vorgenommen. Da es zuerst wieder auf die Sandstrecke nach Fürstlich Drehna geht, war das Valkenswaard-Wochenende für mich definitiv ein sehr gutes Training. Die Strecken sind aber nicht nur vom Untergrund her sehr ähnlich. Beide haben viele kurze, harte Kanten, sodass ich hier sicherlich einiges mitnehmen konnte.“

Henry Jacobi

Titelverteidigung bei Henry Jacobi nicht auf der Agenda

In der MX2-Kategorie war in Valkenswaard der letztjährige Gesamtsieger des ADAC MX Masters, der 22-jährige Henry Jacoby, am Start und belegte eine Woche nach seinem zweiten Gesamtrang beim WM-Lauf im englischen Matterley Basin die erneut beachtlichen Plätze drei und sechs. Er dockte für dieses Jahr beim holländischen F&H Racing Team an, welches den Fokus, außer auf die Weltmeisterschaft, auf das niederländische Championat legt. Daher ist bei ihm die Titelverteidigung kein Thema, was der Bad Sulzaer, und somit ebenfalls Thüringer, folgendermaßen begründet: „Das ist natürlich schade. Vor allem die Dutch Masters machen mir einen Strich durch die Rechnung, denn da gibt es gleich mehrere Überschneidungen mit dem ADAC MX Masters. Ich versuche dennoch, an einzelnen Veranstaltungen, wie Bielstein oder Gaildorf, teilnehmen zu können und bastle derzeit mit dem Team und dem ADAC an der Umsetzung. Ansonsten bin ich ja auf jeden Fall beim Grand Prix in Teutschenthal vor deutschem Publikum am Start, was auch für mich das Highlight des Jahres wird. Ich hoffe, dass ich dort auch so performe.“

Max Nagl

Bis dahin will auch Max Nagl spätestens wieder fit sein. Der 31 -jährige Weilheimer laboriert derzeit noch an einer schweren Knieverletzung und wird den MX-MastersSaisonauftakt in Fürstlich Drehna ebenfalls auslassen müssen. Er nutzte das Rennen in Valkenswaard, unweit seiner belgischen Wahlheimat, um seinem KTM Sarholz Racing Team und seinem Teamkollegen Tom Koch einen Besuch abzustatten. Dabei sagte er: „Leider ist die Situation so wie sie ist. Ich wäre so gern in Fürstlich Drehna gefahren, aber ich habe meinen nächsten Kontrolltermin beim Arzt erst in der Woche danach. Dabei wird mir dann erst gesagt, wie lange es eigentlich noch dauert bzw. wann ich wieder ins Training einsteigen kann. Ich habe keine Ahnung und auch kein Gefühl dafür, wie lange sich das noch hinzieht, denn es ist meine erste Knieverletzung überhaupt. Ich hoffe, dass ich bei der zweiten Masters-Veranstaltung wieder dabei sein kann. Da Teutschenthal dieses Jahr erst ziemlich spät ist, sollte sich das in Sachen Heimrennen innerhalb der WM auf jeden Fall ausgehen.“

Weitere Informationen gibt es unter www.msc-teutschenthal.de sowie www.adac-mx-masters.de.

Fotos und Text: Thorsten Horn

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