Supercross Stuttgart: Regionale Talente fahren in der Schleyer-Halle
Beim ADAC Supercross Stuttgart (6./7. November) treten in den Klassen SX4 und SX5 junge Fahrer aus der Region an. Fritz Siegle und Tim Kolb bereiten sich auf ganz unterschiedliche Weise auf ihren Auftritt vor.
Auch in diesem Jahr starten beim ADAC Supercross Stuttgart (6./7. November) Motocross-Nachwuchstalente aus der Region in den Klassen SX4 und SX5. Zu ihnen zählen Fritz Siegle (MSC Wieslauftal) und Tim Kolb (MSC Isny). Beide gehen ihren Weg zum gelungenen Auftritt anders an: Der eine übt direkt vor der eigenen Haustür, der andere sucht den Rat der Profis.
Die Nachwuchsrennen in Stuttgart taugen als Sprungbrett. Mancher Fahrer, der als Kind dort am Start stand, ist inzwischen selbst Profi. Paul Bloy aus Biberach ist so ein Fall. Als nächster Bloy könnte Fritz Siegle aus Rudersberg (Rems-Murr-Kreis) gelten, der am Freitagabend in der SX4 antritt. Seinen ersten Einsatz in der Hanns-Martin- Schleyer-Halle hatte er mit sieben Jahren, nun ist er zum fünften Mal dabei. Das Podium hat er bereits erreicht und peilt es auch diesmal an.
Fritz Siegle: „Aber man weiß ja nie, wie es läuft“

Gegen Pech und Pannen ist niemand gefeit. Den Rest will der Elfjährige trotzdem nicht dem Zufall überlassen und hat sich über die Jahre eine eigene Taktik zurechtgelegt.
Fritz Siegle: „Man kann ja mit allen Fahrern reden.“

Fritz geht also auf die Stars der Szene zu und fragt sie um Rat.
Fritz Siegle: „Die sind alle auch mal 65er-Motorräder gefahren wie ich jetzt und wissen, was zu tun ist.“
Der Fahrer des MSC Wieslauftal hat sich so bereits mit Kevin Winkle, Malik Schoch und auch Paul Bloy unterhalten. Jede Chance, seinen Vorbildern nahezukommen, nimmt er wahr.
Fritz Siegle: „Manchmal läuft mir einer im Fahrerlager über den Weg oder beim freien Training oder beim Essen.“
Nähe zu den Stars: große Bühne für junge Fahrer
Bei den Nachwuchsläufen bewegen sich die Talente im selben Umfeld wie die Stars. Kaum eine andere Sportart bringt junge Fahrer den Topleuten so nah wie Supercross: gleiche Arena, gleiche Manege, gleicher Kurs. Große Kulisse für kleine Motorsportler. Fritz hat vorab in einer Halle trainiert, um sich an die Bedingungen zu gewöhnen.
Fritz Siegle: „Der Start ist noch wichtiger als beim Motocross im Freien, weil weniger Platz ist.“
Auch der Blick auf das vergangene Jahr gehört zu seiner Vorbereitung.
Fritz Siegle: „Dadurch weiß ich, wo ich mich noch verbessern muss.“
Tim Kolb: Vorfreude statt Nervosität
Wie geht ein Neuling die Veranstaltung an? Tim Kolb aus Isny nimmt es gelassen.
Tim Kolb: „Ich bin eigentlich nicht nervös. Ich freue mich einfach riesig darauf, mal in der Schleyer-Halle zu fahren“
sagt der Neunjährige. Auch er hat sein Training auf Supercross ausgerichtet. Hinter dem Haus liegt eine Strecke, die einst sein Vater angelegt hat, der in der Enduro-Szene aktiv war. Dort übt Tim knifflige Passagen wie das Waschbrett. Tim startet in der SX5, die am Samstagabend an der Reihe ist. Obwohl er erstmals in Stuttgart dabei ist, hat er schon Hallentrainings hinter sich. Seine Konkurrenten kennt er, denn alle haben sich über gute Ergebnisse im BW-Cup qualifiziert.
Tim Kolb: „Eigentlich will ich Erster werden“
sagt Tim. Sein Vater wandte im Gespräch ein, das sei ein sehr hochgestecktes Ziel. Man einigte sich daher auf diese Variante:
Tim Kolb: „Podium ist Pflicht, wenn es gut läuft, wird es ein Sieg.“
30 Jahre Nachwuchsrennen
Die Nachwuchsidee feiert heuer ein Jubiläum: Vor 30 Jahren gingen erstmals talentierte Fahrer aus der Region an den Start. Am Konzept hat sich nichts geändert. Besonders talentierte Fahrer bekommen zum Ende der Outdoor-Saison ein Zuckerl, das zusätzlich motivieren soll. Der ADAC Württemberg will damit zeigen, dass Motorsport und Motocross schon für die Jüngsten möglich und reizvoll sind. Davon profitieren letztlich auch die ADAC Ortsclubs, die Aufmerksamkeit für ihre Sportarten erhalten und im besten Fall neue Nachwuchsfahrer gewinnen.
Tickets und neuer Holeshot Pass
Tickets für das ADAC Supercross Stuttgart gibt es in den Kategorien Gold, Silber und Bronze. ADAC Mitglieder bekommen zehn Prozent Rabatt auf Silber-Tickets. Jede Karte schließt den kostenlosen Zutritt zum Fahrerlager ein. Erhältlich sind die Tickets online (www.supercross-stuttgart.de/tickets), in den ADAC Geschäftsstellen oder telefonisch unter 0711 2800 136. Kindertickets (6 bis 14 Jahre) kosten ab 27 Euro, Jugendtickets (15-17 Jahre) ab 37 Euro, Erwachsenentickets ab 51 Euro.
Erstmals wird für Samstag, 7. November, der „Holeshot Pass“ angeboten. Er garantiert den Zutritt zur Halle schon eine Stunde vor der Öffnung sowie ein besonderes Supercross-Special und erlaubt damit auch vor Hallenöffnung den Zugang zum Fahrerlager. Der Pass ist ein Upgrade für 25 Euro, vorausgesetzt wird ein gültiges Ticket für die Veranstaltung.
Fotos: © ADAC Württemberg e.V.
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