Beim ADAC MX Bundesendlauf in Pflückuff holt das Team ADAC Sachsen den Mannschaftstitel, obwohl auch Hessen-Thüringen und Berlin-Brandenburg gleich viele Punkte haben. Die Finals gewinnen Henry Förster, Emilio Schwickert, Jesko Loberenz und Til Albrecht.
Heimvorteil genutzt: Beim ADAC MX Bundesendlauf am Wochenende des 10. und 11. Oktober auf der Anlage des MSC Pflückuff holte sich das Team ADAC Sachsen den Gesamtsieg. Hinter dem Gastgeber lagen die Teams ADAC Hessen-Thüringen und ADAC Berlin-Brandenburg mit exakt gleicher Punktzahl, die Entscheidung fiel also denkbar eng aus. In den vier Einzelklassen triumphierten Henry Förster (50 ccm), Emilio Schwickert (65 ccm), Jesko Loberenz (85 ccm) und Til Albrecht (125 ccm).
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Packende Duelle bei fast idealen Verhältnissen
Mehr als 220 Fahrerinnen und Fahrer im Alter von sechs bis 18 Jahren aus 16 ADAC Regionalclubs starteten in Pflückuff. Der MSC Pflückuff und der ADAC Sachsen stellten eine sehr gute Veranstaltung auf einem Gelände mit hervorragender Infrastruktur auf die Beine. Zwar fiel in den Pausen etwas Regen, doch die 1.770 Meter lange Piste blieb in nahezu perfektem Zustand und sorgte für spannende Rennen. Weil das Starterfeld so groß war, wurden die Finalisten in jeder Klasse über zwei Halbfinals bestimmt.

50 ccm: Förster dreht das Blatt
In der Klasse bis 50 ccm (6 bis 9 Jahre) war Henry Förster (Nordrhein) im Halbfinale noch Zweiter hinter Melvin Gohlke (Hessen-Thüringen) geblieben. Im Finale kehrte er die Reihenfolge um und siegte mit knapp sechs Sekunden Vorsprung auf Gohlke, den frisch gekürten DMX-50-Meister. Rang drei ging an Luis Ehrlich (Sachsen), der nur hauchdünn vor Willy Grünberg (Berlin-Brandenburg) lag. Grünberg hatte zuvor das andere Halbfinale für sich entschieden.

65 ccm: Schwickert bleibt makellos
Emilio Schwickert (Mittelrhein) gab in der 65-ccm-Klasse (8 bis 12 Jahre) keinen Sieg aus der Hand. Auf den Erfolg im Halbfinale ließ er den Finalsieg folgen, mit knapp sechs Sekunden vor Toni Becker (Südbayern), der das zweite Halbfinale gewonnen hatte. Das Podium vervollständigte die schnelle Matilda Jani (Berlin-Brandenburg).

85 ccm: Loberenz lässt nichts zu
Auch in der 85-ccm-Klasse (10 bis 16 Jahre) fand Jesko Loberenz (Niedersachsen/Sachsen-Anhalt) keinen Bezwinger. Nach einem klaren Sieg im Halbfinale verwies er im Finale Luca Schneider und Luis Schreiner (beide Hessen-Thüringen) auf die Plätze. Die beiden hatten das zweite Halbfinale auf den Rängen eins und zwei beendet.

125 ccm: Albrecht gewinnt vor heimischer Kulisse
In der 125-ccm-Klasse (13 bis 18 Jahre) ließ Til Albrecht (Sachsen) nichts anbrennen. Moritz Firl (Berlin-Brandenburg) hatte das erste Halbfinale gewonnen, Albrecht holte sich das zweite. Im Finale gewann er mit mehr als elf Sekunden Abstand auf Willi Süßmuth (Berlin-Brandenburg), der die schnellste Rennrunde drehte. Dritter wurde Torgeir Will (Hansa).
Teamwertung: Das beste Einzelresultat gibt den Ausschlag
Am Ende standen die Teams ADAC Sachsen, ADAC Hessen-Thüringen und ADAC Berlin-Brandenburg in der Mannschaftswertung mit identischer Punktzahl an der Spitze. Entschieden wurde über das beste Einzelergebnis: Albrechts Klassensieg brachte den Titel zum Team ADAC Sachsen, das damit im Heimspiel jubeln durfte. Hessen-Thüringen wurde Zweiter vor Berlin-Brandenburg, Nordrhein landete auf Rang vier vor Nordbayern.

Nenngeld für die DMX und Supercross-Plätze als Belohnung
Der ADAC zahlt für die vier Klassensieger Förster, Schwickert, Loberenz und Albrecht das Nenngeld in der Deutschen Motocross-Meisterschaft (DMX) 2027. Außerdem sicherten sich Förster, Gohlke, Ehrlich, Grünberg und Tobias Wesselowski (Berlin-Brandenburg) als Top Fünf der 50-ccm-Klasse je einen Startplatz beim ADAC Supercross Dortmund. Die Teilnehmer erhielten zudem wertvolle Sachpreise der Partner Ortema, Gibson, KTM, ORS und Weber-Werke.
Sämtliche Ergebnisse stehen unter adac-motorsport.de bereit.
Fotos: © ADAC MX Masters
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