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ENDURO INTERNATIONAL

Sydow gewinnt Novemberpokal, Fischeder holt zwei EM-Titel

Jeremy Sydow siegt beim 48. Novemberpokal in Woltersdorf, dem Finale der Enduro-Europameisterschaft 2026, zum zweiten Mal in Folge bei einem EM-Lauf dort. Luca Fischeder sichert sich schon am Samstag die Titel in der E3 und in der Overall-Wertung.

D Dietmar Müller
· 4 Min. Lesezeit
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Mit dem 48. Novemberpokal des MC Woltersdorf endete am östlichen Stadtrand von Berlin die Enduro-Europameisterschaft 2026, und das Finale bot erneut das erwartete Motorsport-Fest. Wie schon beim bislang letzten EM-Lauf in Woltersdorf 2024 ging der Gesamtsieg an den Chemnitzer Jeremy Sydow. Aus deutscher Sicht rundete Luca Fischeder aus Geringswalde das Wochenende ab: Er gewann zwei EM-Titel 2026 und stellte beides bereits am Samstag sicher, nämlich in der Kategorie E3 und in der „Overall“-Wertung, die alle Alters- und Hubraumklassen umfasst.

Sydow dominiert beide Tage

Beide Fahrtage des Novemberpokals des MC Woltersdorf e. V. im ADMV, zugleich das EM-Finale 2026, zählten gleich viel. Am Samstag gewann Jeremy Sydow aus der Klasse E1 sieben von neun Sonderprüfungen und legte als Schnellster der Gesamtwertung den Grundstein dafür, seinen Novemberpokal-Erfolg quasi zu verteidigen. Auch beim letzten Auftritt der Enduro-EM 2024 hatte der Chemnitzer triumphiert. Im Vorjahr war dann die Hard Enduro Series Germany (HESG) beim Woltersdorfer Club und schließlich in Rüdersdorf zu Gast.

Der 26-jährige Triumph-Werksfahrer, der in der Enduro-WM und -DM startet, saß am Sonntag, dem 1. November, etwas mehr als sieben Stunden auf dem Bike. In erneut drei Mal drei Sonderprüfungen fuhr er fünf Bestzeiten, was locker für seinen zweiten Novemberpokal-Sieg reichte. Anschließend zeigte er sich glücklich und zufrieden:

Jeremy Sydow: „So einen Sieg nehme ich gern noch mit in diesem Jahr. Es ist noch einmal ein cooles Rennen gewesen und ein guter Jahresabschluss. Ich bin schon mit dem Ziel hier her gekommen, zu gewinnen. Die Konkurrenz war nicht schlecht, aber da ich wusste, dass Luca (Fischeder) die EM anführt und er in der DM mein stärkster Gegner ist, war es schon mein Anspruch, wieder zu gewinnen. Gestern war ich mit einer knappen Minute Vorsprung echt dominant. Erwartungsgemäß sind die Abstände am zweiten Tag meist enger. Von daher musste ich mich heute ganz schön zusammenreißen.“

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Fischeder macht beide Titel klar

Für das deutsche Glück sorgte außerdem Luca Fischeder aus Geringswalde, ebenfalls Sachsen. Beim vierten und letzten Saisonlauf der Enduro-Europameisterschaft 2026 ging es für ihn vor allem darum, die zuvor geleistete Arbeit in zwei EM-Titel zu verwandeln. Der 27-jährige Sherco-Pilot reiste sowohl in der klassenübergreifenden Overall-Wertung als auch in der E3, der Klasse der hubraumstärksten Motorräder, mit beruhigendem Punktepolster an. Als Zweiter des Tages entschied er bereits am Samstag beide Kategorien für sich. Bei einer addierten Sonderprüfungszeit von gut einer Dreiviertelstunde brauchte er am ersten Tag 57,32 Sekunden länger als Sydow, am Sonntag betrug sein Rückstand nur noch 24,54 Sekunden.

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NVP2026_Fischeder_Luca

Weitere Titel und Podiumsplätze

Am Sonntag belegte der Italiener Lorenzo Macoritto aus der E1 den dritten Gesamtrang, vor Roland Liszka aus Ungarn, der in der Juniorenklasse J1 startete und am Samstag Dritter gewesen war. Für beide jungen Fahrer dürfte die Meisterschaft das Wichtigste des Wochenendes gewesen sein, und für beide endete sie erfolgreich. Macoritto verteidigte seine Tabellenführung bis ins Saisonziel und ist nun Europameister der Klasse E1. Liszka, zuvor Tabellenzweiter, zog in der J1 mit zwei starken Fahrtagen noch am Italiener Nico Guastini vorbei.

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NVP2026_Macoritto_Lorenzo

In der J2 verwies der Tscheche Matyas Chlum, der auch aus der Deutschen Enduro Meisterschaft bekannt ist, als Dritter der Tageswertung seiner Klasse den Italiener Nicolo Paolucci auf Distanz und sicherte sich ebenfalls den EM-Titel.

Das gelang auch dem Polen Dawid Hankus in der Klasse Senior 40. Er holte einen weiteren Tagesklassensieg, vor Nico Rambow aus Panketal, und so lautet auch die EM-Abschlusstabelle.

Schon am Samstag hatten sich neben Luca Fischeder weitere Fahrer den EM-Titel gesichert: der Brite Daniel Mundell in der E2, der Franzose Leo Lavesvre in Youth U21, der Slovake Martin Gottvals in Senior 50 und die Schwedin Matilda Ahlström bei den Women.

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Veranstalter zieht Bilanz

Nach der erlebnisreichen Veranstaltung mit hochklassigem Endurosport blickte der Vorsitzende des MC Woltersdorf, Thomas Hoffmann, zurück:

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Thomas Hoffmann (Vorsitzender MC Woltersdorf): „Es war eine wunderbare Veranstaltung, zu der wir Glück mit dem Wetter hatten. Für mich war entscheidend, dass wir alle zusammen gewirkt haben und jeder seine Meinung sagen konnte. So macht Vereinsarbeit Spaß.“

Thomas Hoffmann (Vorsitzender MC Woltersdorf): „Wir hatten Hard Enduro und Soft Enduro. Alles zusammen ist, meiner Meinung nach, die Zukunft für unseren Verein und den Enduro-Sport in Deutschland. Zum Schluss möchte ich mich noch stellvertretend bei unseren Helfern, Partnern, Sponsoren, den Behörden und allen, die mitgewirkt haben, recht herzlich bedanken.“

Weitere Infos gibt es unter www.enduro-mcwoltersdorf.de.

Fotos: © Thorsten Horn

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