Supercross Stuttgart: Dritter Moderator für die Freestyle-Show

David Rinaldo ist immer noch einer der besten der Welt, was das Trickniveau betrifft.
David Rinaldo ist immer noch einer der besten der Welt, was das Trickniveau betrifft.

Beim ADAC Supercross Stuttgart am 6. und 7. November kommentiert erstmals ein eigener Hallensprecher die Freestyle-Show. Im Einsatz sind drei Fahrer aus Osteuropa und der Franzose David Rinaldo.

Freestyle-Motocrosser fliegen durch die Luft, rotieren und lösen die Hände vom Lenker. Die Zahl der Tricks und ihrer Varianten ist riesig. Damit das Publikum beim ADAC Supercross Stuttgart versteht, was beim Absprung und im Flug genau geschieht, steht in diesem Jahr zum ersten Mal ein dritter Moderator bereit, der sich ausschließlich der Freestyle-Show widmet.

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Die Fahrer für das Freestyle-Event stehen fest: Drei mutige Athleten aus Osteuropa treten an, dazu mit David Rinaldo eine Legende aus Frankreich. Veranstaltungsort ist die Hanns-Martin-Schleyerhalle, wo am 6. und 7. November gefahren wird. Auf der Bahn kämpfen die Supercrosser um die besten Plätze, nach den Rennen folgen die akrobatischen Sprünge der Freestyler. Verantwortlich für den Freestyle-Part ist der 35-jährige Kai Haase.

Kai Haase: „Die Jungs sind heiß, und die Zuschauer dürfen sich auf eine feurige Show freuen“

Ein Spezialist am Mikrofon

Bisher waren beim ADAC Supercross Stuttgart zwei Moderatoren tätig. Neu dabei ist Andi Brewi, der als dritter Hallensprecher allein die Freestyle-Show begleitet. Der gebürtige Regensburger lebt in Österreich und war früher Profi-Mountainbiker (Freeride und Dirt Jump).

Kai Haase: „Er ist der beste Freestyle-Moderator im deutschsprachigen Raum“

Kai Haase: „Die Tricks sind ähnlich. Man hat einen Lenker in der Hand und fliegt durch die Luft“

Brewi bringe laut Haase die nötige Fachkompetenz und Leidenschaft mit. Vom spezialisierten Moderator erhofft sich Haase „eine deutliche Aufwertung und noch mehr Aufmerksamkeit für unsere Show“. Er war selbst Freestyler und ist überzeugt:

Kai Haase: „Die Zuschauer wollen mehr Informationen rund um die Sprünge und unseren Sport.“

Freestyle sei schließlich Unterhaltung.

Jeder Sprung mit Hintergrund

Aus Sicht des Berliners soll Brewi die Tricks präzise benennen, ihre Schwierigkeit erläutern und Hintergründe liefern: wie ein Sprung entstand, wer ihn erfand und wo er gezeigt wurde.

Kai Haase: „Jeder Sprung hat seine eigene Geschichte.“

Der Sprecher brauche dafür viel Wissen und müsse den Sport in- und auswendig kennen. Bei einer FMX-Show existiere nämlich nur ein grober Rahmen, die Fahrer entschieden oft spontan, was sie zeigen.

Kai Haase: „Wir haben kein festes Trickprogramm, sonst wäre es ja kein Freestyle mehr“

Haase möchte außerdem, dass in den kurzen Pausen zwischen den Sprüngen der vier Fahrer möglichst viel passiert, ohne dass deren Konzentration leidet. Dabei sei das Publikum gefragt:

Kai Haase: „Der Moderator interagiert mit den Zuschauern.“

Haase freut sich auf La-Ola-Wellen und „Lärmpegeltests“.

Hoffnung auf Premieren in der Schleyer-Halle

Weil die Sprünge diesmal genau erklärt werden, hofft Haase „auf ein paar neue Tricks, die Stuttgart noch nie gesehen hat“. Die vier Freestyler, die er in die Schleyer-Halle geholt hat, stehen für Spektakel auf höchstem Niveau.

Allen voran ist David Rinaldo zu nennen, der bereits im vergangenen Jahr in Stuttgart am Start war.

Kai Haase: „Er ist immer noch einer der besten der Welt, was das Trickniveau betrifft.“

2013 wurde der Franzose FMX-Weltmeister, im Lauf der Jahre holte er mehrere Medaillen bei den legendären X-Games. Bekannt ist er für seine berüchtigten „body varials“: Er löst sich in der Luft komplett von seiner Maschine, dreht sich um die eigene Achse und greift das fliegende Motorrad im letzten Moment wieder.

Ein bekanntes Gesicht ist auch Radek Bílek. Der Tscheche beeindruckte 2024 in der Schleyer-Halle stark. Seine Laufbahn begann er auf dem Pitbike, einem Mini-Motorrad mit deutlich kleineren Rädern, die meist nur 10 bis 14 Zoll messen. Bílek reist häufig mit dem internationalen Elite-Team „Fmx4ever“ um die Welt und überzeugt mit Grab-Tricks, bei denen er sich in der Luft regelrecht streckt.

Radek Bílek hinterließ 2024 mächtig Eindruck in der Schleyer-Halle.
Radek Bílek hinterließ 2024 mächtig Eindruck in der Schleyer-Halle.

Spezialisten für höchste Schwierigkeit

Filip Podmol, ebenfalls aus Tschechien, gilt als extrem nervenstark und zeigt spektakuläre Tricks. Als erster tschechischer Freestyler landete er den „double backflip“ (doppelter Rückwärtssalto). Vor dem Wechsel aufs Motorrad fuhr Podmol BMX.

Marcin Łukaszczyk (Polen) ist seit zwei Jahrzehnten in der Szene aktiv und hat weit über 100 Profi-Events bestritten. Als Meister der maximalen Schwierigkeiten gilt er auch wegen seiner zwei Siege bei internationalen „Best Whip“-Contests. Seine Spezialität sind Kombinationen, die kaum ein anderer beherrscht, etwa der „frontflip no hand“, ein Vorwärtssalto ohne Hände am Lenker.

Tickets und neuer Holeshot Pass

Karten für das ADAC Supercross Stuttgart gibt es in den Kategorien Gold, Silber und Bronze. ADAC Mitglieder bekommen zehn Prozent Rabatt auf Silber-Tickets. Jede Karte schließt den kostenlosen Zutritt zum Fahrerlager ein. Erhältlich sind die Tickets online (www.supercross-stuttgart.de/tickets), in den ADAC Geschäftsstellen oder telefonisch unter 0711 2800 136.

Die Preise: Kindertickets (6 bis 14 Jahre) ab 27 Euro, Jugendtickets (15 bis 17 Jahre) ab 37 Euro, Erwachsenentickets ab 51 Euro.

Erstmals wird für Samstag, 7. November, der „Holeshot Pass“ angeboten. Er gewährt eine Stunde vor der regulären Hallenöffnung Einlass samt einem besonderen Supercross-Special und damit auch schon vorher Zugang zum Fahrerlager. Der Pass ist ein Upgrade, setzt also ein gültiges Veranstaltungsticket voraus und kostet 25 Euro.

Fotos: © ADAC Württemberg e.V.

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