Am vergangenen Wochenende stand für mich das große Finale der Damen-Weltmeisterschaft im australischen Darwin auf dem Programm. Die Reise dorthin begann bereits am Dienstag, bevor wir am Donnerstagmorgen nach rund 7,5 Stunden Zeitverschiebung ankamen. Mit Temperaturen von über 30 Grad, einem komplett neuen Umfeld und vielen ungewohnten Abläufen war die Reise von Anfang an ein besonderes Abenteuer.
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Eine zusätzliche Herausforderung war, dass ich mein eigenes Motorrad nicht mit nach Australien nehmen konnte. Stattdessen wurde mir vor Ort eine neue KTM zur Verfügung gestellt. Fahrwerk, Sticker und alle für mich wichtigen Spezialteile hatten wir im Gepäck dabei und bereiteten das Motorrad gemeinsam für das Rennwochenende vor.
Auch das Fahrerfeld war etwas ungewohnt. Während einige europäische Fahrerinnen nicht mit dabei waren, gingen dafür zahlreiche australische Fahrerinnen an den Start. Die Strecke kannte ich bereits aus dem vergangenen Jahr. Das schnelle und weitläufige Layout mit großen Sprüngen und roter Erde machte unglaublich viel Spaß.

In den Trainings musste ich mich zunächst noch an die vielen neuen Eindrücke und vor allem an das ungewohnte Motorrad gewöhnen. Zu den Rennläufen passte dann aber alles zusammen.
Im ersten Lauf am Samstag erwischte ich einen guten Start und konnte mich von Beginn an in den Top 10 behaupten. Im Laufe des Rennens konnte ich sogar noch zwei Positionen gutmachen und überquerte die Ziellinie auf einem starken siebten Platz – mein bisher bestes WM-Laufergebnis.
Auch im zweiten Lauf am Sonntag gelang mir ein guter Start. Wieder konnte ich mich über die gesamte Renndistanz in den Top 10 halten und beendete das Rennen auf Platz neun. Mit zwei starken Ergebnissen wurde ich in der Tageswertung Achte.

Damit konnte ich mich auch in der WM-Gesamtwertung noch einmal verbessern und beende die Weltmeisterschaft 2026 auf dem 10. Gesamtrang. Mit diesem Ergebnis bin ich sehr zufrieden und hätte mir keinen schöneren Abschluss der WM-Saison wünschen können.
Die größten Herausforderungen an diesem Wochenende waren sicherlich das ungewohnte Motorrad, die Zeitverschiebung und die hohen Temperaturen. Umso mehr freue ich mich, dass ich mich schnell darauf einstellen konnte und sportlich mit zwei Top-10-Ergebnissen abschließen konnte.
Für mich und meine Eltern steht heute noch etwas Sightseeing in Darwin auf dem Programm, bevor es am Dienstag wieder zurück nach Hause geht. Damit endet für mich eine ereignisreiche und besondere Saison.

Zum Abschluss möchte ich mich herzlich bei meiner Familie, meinen Sponsoren, Freunden und allen Unterstützern bedanken, die mich die ganze Saison über begleitet und an mich geglaubt haben. Ohne euch wäre diese Saison nicht möglich gewesen!
Jetzt heißt es erst einmal etwas runterkommen, den Fokus wieder auf mein Studium zu legen und die Saison Revue passieren zu lassen. Schon bald starten wir dann mit der Vorbereitung für kommende Saison.
Text: Alexandra Massury
Fotos: Eva Szabadfi
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