Red Bull KTM bestätigt Rallye-Team für Dakar 2027 in Afrika
Red Bull KTM Factory Racing geht mit Titelverteidiger Luciano Benavides, Daniel Sanders und Edgar Canet in die Rallye Dakar 2027. Die Rallye kehrt erstmals seit 2007 nach Afrika zurück und startet in Portugal, bevor es nach Marokko geht.
Red Bull KTM Factory Racing ist bereit für die Rallye Dakar 2027: Titelverteidiger Luciano Benavides bekommt Daniel Sanders und Edgar Canet an die Seite, wenn das Team die härteste Rallye-Raid der Welt in Angriff nimmt. Nach einer starken Saison 2026, in der bislang alle drei Fahrer Siege in der FIM World Rally-Raid Championship (W2RC) eingefahren haben, will das Team daran anknüpfen, wenn die Dakar erstmals seit fast zwei Jahrzehnten nach Europa und Afrika zurückkehrt.
Die Rallye Dakar 2027 schlägt ein neues Kapitel auf: Erstmals seit 2007 kehrt das Rennen nach Afrika zurück. Die anspruchsvolle Route beginnt in Portugal und führt dann nach Marokko. Auf zwei Kontinenten warten auf die Teilnehmer abwechslungsreiche Geländeformen. Für Red Bull KTM bietet der Ortswechsel die Chance, die Leistungsfähigkeit der KTM 450 RALLY und die Stärke des Fahrer-Trios zu zeigen.

Vor der kommenden Saison werden die drei Teamkollegen durch Elemente dargestellt, die ihre Persönlichkeiten unterstreichen: Benavides steht mit seiner außergewöhnlichen Konstanz und Widerstandskraft für Stein, Sanders mit seiner reinen Geschwindigkeit für Wind und Canet, der jüngste Fahrer im Team mit unerschöpflicher Energie, für Feuer.

Benavides will seinen Dakar-Titel verteidigen
Angeführt wird das Team von Benavides, der als Titelverteidiger zur Dakar zurückkehrt, nachdem er 2026 seinen sensationellen ersten Sieg geholt hat. Bei einem der knappsten Zieleinläufe in der Geschichte der Veranstaltung kämpfte der Argentinier bis zum letzten Kilometer und gewann mit nur zwei Sekunden Vorsprung. Es war der 22. Dakar-Titel für das Unternehmen. Und das, obwohl er nur drei Monate zuvor eine Knieverletzung erlitten hatte.

Auf dieser außergewöhnlichen Leistung baut Benavides auf: Er ist stets grundsolide und hat in der W2RC-Saison 2026 weiterhin Konstanz und Tempo gezeigt. Mit der Erfahrung und dem Selbstvertrauen aus seinem historischen Sieg wird der Fahrer der KTM 450 RALLY entschlossen sein, seine Krone zu verteidigen, wenn die Veranstaltung im Januar beginnt.
Luciano Benavides: „2026 war bisher eines meiner stärksten Jahre, angefangen mit dem Dakar-Sieg, dem größten Ziel meiner Karriere. Danach hat es etwas gedauert, bis ich wieder in meinen Rhythmus gefunden habe. Es gab viele Reisen, und körperlich war ich nicht ganz bei 100 Prozent, aber jetzt fühle ich mich wieder richtig gut. Wir haben im Training hart gearbeitet, und ich bin bereit, mit der Vorbereitung auf die nächste Dakar zu beginnen. Da die Veranstaltung 2027 nach Marokko zurückkehrt, glaube ich, dass mir die Route gut liegen wird. Ich war in Marokko schon immer stark und mag das Terrain und die Bedingungen dort sehr. Es wird für alle etwas Neues sein, und wir müssen uns anpassen, aber ich freue mich sehr auf die Herausforderung. Ich fühle mich zuversichtlich und bin gespannt darauf, meinen Dakar-Titel zu verteidigen.“
Sanders führt die Weltmeisterschaft an
An der Seite von Benavides steht Sanders, der nach einem weiteren starken Jahr in der W2RC in die Saison 2027 geht. Der Australier, der 2025 sowohl die Rallye Dakar als auch die World Rally-Raid Championship gewann, hat auch 2026 seine unbestreitbare Geschwindigkeit gezeigt. Die Dakar 2026 war für Chucky bittersüß: Er brach sich als Führender auf der 10. Etappe das Schlüsselbein. Aufgeben kam für ihn nie infrage, er kämpfte sich durch die Schmerzgrenze, absolvierte die letzten beiden Etappen und wurde Gesamtfünfter.

Mit Siegen bei der Rally-Raid Portugal und der Desafío Ruta 40 in Argentinien in dieser Saison sowie einem zweiten Platz bei der Rallye du Maroc führt Sanders die Serie mit noch einem ausstehenden Lauf an. Mit seiner bewiesenen Fähigkeit, auf unterschiedlichsten Untergründen zu überzeugen, will der Australier wie der Wind fahren und einen weiteren Dakar-Sieg zu seiner beeindruckenden Erfolgsliste hinzufügen.
Daniel Sanders: „Die Saison 2026 ist im Vergleich zum letzten Jahr nicht ganz nach Plan verlaufen. Alles lief gut, bis ich mir bei der Dakar das Schlüsselbein gebrochen habe, was natürlich ein großer Rückschlag war. Ich hatte gehofft, zwei Siege in Folge zu holen, das war also enttäuschend. Nach der Dakar haben wir uns auf die Weltmeisterschaft konzentriert und sind stark zurückgekommen: Wir haben die nächsten beiden Läufe in Portugal und Argentinien gewonnen und damit die Führung in der Meisterschaft übernommen. Das war ein richtig gutes Gefühl und hat gezeigt, dass wir immer noch das Tempo haben. Jetzt liegt der Fokus auf der Dakar 2027, und ich freue mich sehr über den Ortswechsel. Ich bin die Dakar bisher nur in Saudi-Arabien gefahren, Portugal und Marokko werden also etwas völlig anderes sein. Ich denke, es wird ein hartes Rennen, besonders weil die Veranstaltung ein paar Tage kürzer ist, aber es wird großartig, neues Terrain zu erkunden und mehr Fans bei uns an der Strecke zu haben. Das Team bleibt das gleiche, und wir haben ein unglaubliches Verhältnis. Es fühlt sich wirklich wie eine Familie in der Ferne an, und das macht einen riesigen Unterschied. Wir arbeiten immer hart daran, das Motorrad zu verbessern, und werden bis zur Dakar weiter Gas geben, damit wir so gut wie möglich vorbereitet sind.“

Canet mit Durchbruchsaison in der RallyGP
Das Red-Bull-KTM-Aufgebot komplettiert Canet, der eine Durchbruchsaison in der Kategorie RallyGP erlebt. Nach dem Aufstieg in die Königsklasse für 2026 hat sich der junge Spanier schnell unter den führenden Anwärtern etabliert. Seine starken Leistungen gipfelten im ersten RallyGP-Sieg bei der Rallye du Maroc, wo er nach fünf Renntagen die Zeitenliste anführte. Nachdem er gegen die Weltbesten bereits seine reine Geschwindigkeit und seine Navigationsfähigkeiten gezeigt hat, geht Canet mit mehr Erfahrung und voller Motivation in seine dritte Dakar, um vorne mitzumischen.

Edgar Canet: „Insgesamt war die Saison 2026 gut, mit vielen Höhen und Tiefen auf dem Weg. Die Rallye du Maroc mit einem so starken Ergebnis zu beenden, gibt uns ein richtig positives Gefühl für den Saisonabschluss und für 2027. Ich fühle mich zuversichtlich, motiviert und bereit, nächste Saison um alles zu kämpfen. Wir sind gerade in einer wirklich guten Position, und ich freue mich darauf, loszulegen und stärker denn je zurückzukommen.“
Die Dakar 2027: Von Portugal nach Marokko
Unter der Leitung von Teammanager Andreas Hölzl baut Red Bull KTM sein erfolgreiches Rallye-Raid-Programm weiter aus. Die Fahrer werden von einer erfahrenen Gruppe aus Technikern, Ingenieuren und Betreuern unterstützt. Die bewährte KTM 450 RALLY bleibt das Herzstück der Teamarbeit, wobei laufende Entwicklung und umfangreiche Tests dafür sorgen, dass die Fahrer für die Herausforderungen der Dakar und der W2RC-Saison gerüstet sind.
Die 49. Ausgabe der Rallye Dakar findet vom 9. bis 23. Januar 2027 statt. Sie beginnt in Loulé-Faro in Portugal, führt dann nach Marokko und endet in Marrakesch. Die Veranstaltung startet mit einem Prolog, gefolgt von 12 Etappen, mit einer Gesamtdistanz von 7.234 Kilometern, von denen 4.341 gegen die Uhr gefahren werden.

Nach den ersten Etappen in Portugal geht es in die anspruchsvolle marokkanische Landschaft, wo felsige Pisten, technische Navigation und weite Wüstengebiete Fahrer und Maschinen auf die Probe stellen. Ein Ruhetag in Agadir bietet eine kurze Gelegenheit zum Durchatmen, bevor es auf die letzten Etappen und ins Ziel in Marrakesch geht.


Als Auftaktlauf der FIM World Rally-Raid Championship 2027 gibt die Dakar den Ton für eine weitere anspruchsvolle Saison an. Red Bull KTM will erneut um Siege und Meisterschaftsehren kämpfen und setzt sein Engagement für den Erfolg auf höchstem Niveau der Rallye-Raid fort.
Andreas Hölzl (Rally Team Manager): „Es war eine unglaubliche Saison 2026 für Red Bull KTM Factory Racing, angefangen mit Lucianos emotionalem Dakar-Sieg im Januar. Für Daniel war es eine härtere Veranstaltung, aber wir haben diesen Schwung in die restliche Saison mitgenommen und bisher jeden Lauf der World Rally-Raid Championship gewonnen. Besonders stolz macht mich, dass alle drei unserer Fahrer gezeigt haben, dass sie auf höchstem Niveau gewinnen können. In diese Ergebnisse fließt enorm viel harte Arbeit, sowohl von den Fahrern selbst als auch von allen hinter den Kulissen. So wie sich unsere Fahrer immer weiter pushen, hören wir nie auf, die KTM 450 RALLY weiterzuentwickeln, und das Team arbeitet härter denn je daran, jeden Aspekt des Motorrads zu verbessern. Wir haben noch einen Meisterschaftslauf vor uns, aber die Saison war eine ausgezeichnete Vorbereitung auf die kommende Dakar. Ich glaube, wir sind in einer sehr starken Position, und ich bin wirklich stolz auf alles, was das Team erreicht hat, während wir auf 2027 blicken.“

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Fotos: © KTM Sportmotorcycle GmbH
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