Fritz Greiner ist Deutscher Meister in der DMX 250
Technische Sorgen zum Saisonstart, ein enges Duell mit Linus Jung und die Entscheidung erst im letzten Lauf in Thurm: Fritz Greiner vom Falcon Motorsport Team hat 2026 den Titel in der Deutschen Motocross-Meisterschaft der Klasse DMX 250 gewonnen.
Auf dem Motorrad sitzt Fritz Greiner seit seinem dritten Lebensjahr. Seine Trainingsheimat ist der MC Genthin mit der Strecke in Ferchland. Dort arbeitet er am liebsten an seiner Form und an den Details, die ihn Schritt für Schritt schneller machen.

Schwieriger Start in die Saison
Ein leichter Weg zum Titel war es nicht. Schon in der Vorbereitung bremsten ihn technische Probleme aus, zum Teil konnte er deshalb gar nicht an den Start gehen. Auch der Auftakt in Schweighausen lief nicht nach Plan: Nach schwachen Starts musste sich Greiner jedes Mal von hinten durch das Feld nach vorn arbeiten.
Beim zweiten Meisterschaftslauf ging es bereits deutlich aufwärts. Fahrer und Team hatten die Schwachstellen gemeinsam untersucht und Lösungen gefunden.

Zwei Laufsiege beim Heimrennen in Genthin
Mit jeder weiteren Veranstaltung zahlte sich die Arbeit aus. Einen Höhepunkt erlebte Greiner beim Heimrennen des MC Genthin: Vor eigenem Publikum gewann er beide Läufe. In der Tabelle rückte er immer näher an die Spitze, zwischenzeitlich trennten ihn nur noch sechs Punkte vom Führenden.

Duell auf Augenhöhe mit Linus Jung
Daraus entwickelte sich ein Zweikampf mit Linus Jung, der große Teile der Saison bestimmte. Beide fuhren konstant, leisteten sich kaum Fehler und standen regelmäßig zusammen auf dem Podium. Punkte auf den Rivalen aufzuholen, wurde so von Rennen zu Rennen schwerer.
In Teutschenthal unterstrich Greiner noch einmal seine Ansprüche und richtete danach die volle Konzentration auf das Finale in Thurm.

Entscheidung im letzten Lauf in Thurm
In Thurm fiel die Entscheidung. Der bis dahin führende Linus Jung schied im zweiten Lauf mit einem Defekt am Hinterrad aus, Greiner nutzte die Chance und sicherte sich den Titel. Im Endstand lag er sechs Punkte vor Jung, Dritter der Meisterschaft wurde Ben-Lukas Bremser. Den Verlauf des Finales mit allen Klassen gibt es in unserem Bericht Dramatische Entscheidung beim DMX-Finale in Thurm.

Ruhe im Kopf als Schlüssel zum Erfolg
Im Rückblick verlangte die Saison Greiner einiges ab: technische Probleme, Rückschläge und ein Titelkampf bis zum letzten Rennen. Er blieb dabei konzentriert, kam ohne Verletzung durch das Jahr und verlor sein Ziel nie aus den Augen. Neben dem Training auf der Strecke spielte die mentale Vorbereitung eine große Rolle: vor dem Rennen ruhig bleiben, den Kopf frei bekommen und nach Rückschlägen weitermachen. Genau das machte am Ende den Unterschied.
Sein Dank gilt dem Falcon Motorsport Team sowie allen Sponsoren und Unterstützern, die ihn mit Einsatz, Hilfe und Vertrauen durch die Saison begleitet haben. Ohne sie wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen.

Ziele für 2027: Titelverteidigung und ADAC MX Youngster Cup
Für 2027 steht die Verteidigung des Titels in der DMX 250 ganz oben. Einen zweiten Schwerpunkt legt Greiner auf den ADAC MX Youngster Cup im Rahmen der ADAC MX Masters, dort will er regelmäßig unter die besten fünf fahren. Wenn sich die Möglichkeit ergibt, möchte er außerdem einzelne Rennen der EMX bestreiten und mehr internationale Erfahrung sammeln.
Die Motivation ist groß, die Ziele stehen fest. Der Deutsche Meistertitel 2026 soll für Fritz Greiner erst der Anfang sein.

Fotos: © Falcon Motorsport Team; Siegerpodest: © ADAC Motorsport / Deutsche Motocross-Meisterschaft








