ADAC Supercross Stuttgart 2026: Die Favoriten im Check
Beim 42. ADAC Supercross Stuttgart fehlen in der SX1 die Seriensieger Cedric Soubeyras und Gregory Aranda. Frankreich und die USA stellen erneut viele Topfahrer, dazu hoffen drei Deutsche in der Königsklasse und mehrere in der SX2 auf starke Auftritte.
Beim 42. ADAC Supercross Stuttgart gehen die Gesamtsieger der vergangenen vier Jahre in der Top-Kategorie SX1 nicht an den Start: Die Franzosen Cedric Soubeyras und Gregory Aranda fehlen, der eine wegen einer Terminüberschneidung, der andere verletzungsbedingt. Frankreich und die USA dominieren das Supercross in Deutschland seit vielen Jahren und bringen wieder ein großes Aufgebot an Spitzenfahrern mit. Damit ist der Weg frei für neue Helden.
Frankreich mit starkem Aufgebot
Maxime Desprey, ebenfalls Franzose, zählt zu den heißesten Anwärtern auf den Titel „König von Stuttgart“. Der 33-jährige Routinier bringt aus dem Jahr 2023 seinen Stuttgart-Sieg in der „kleinen“ Klasse SX2 mit, dazu den damaligen Triumph im ADAC SX Cup in der Zwischensaison 2023/2024. Die technisch anspruchsvolle Strecke in der Schleyer-Halle kommt ihm entgegen:

Maxime Desprey: „Der Boden in Stuttgart ist wirklich etwas Besonderes. Dadurch gibt es einige richtig gute Kurven und das gefällt mir.“

Auch die Franzosen Jordi Tixier, Calvin Fonvieille und Lucas Imbert sollte man im Blick behalten. Der Ex-Motocross-Weltmeister Jordi Tixier hat in Stuttgart bislang noch wenig vorzuweisen, feierte in Dortmund aber schon zwei Königstitel und stand im Cup mehrfach auf dem Podest. Bei Aufsteiger Calvin Fonvieille ist spannend, wie er sich gegen die „Big Boys“ behauptet: Die beiden vergangenen Winter entschied er den ADAC SX Cup in der SX2 jeweils für sich. Lucas Imbert, 2022 „Prinz von Stuttgart“, hat seine Feuertaufe in der SX1 bereits hinter sich und sich auch in der großen Klasse als gestandener Supercrosser erwiesen.
Die US-Amerikaner fordern Frankreich heraus
Die USA sind die zweite große Supercross-Nation in deutschen Hallen. Seit 2005 stammen die Könige von Stuttgart entweder aus Frankreich oder aus den Vereinigten Staaten. Auf dem Papier hat von den US-Vertretern Mitchell Harrison die besten Aussichten. Sein Deutschland-Debüt gab er 2024 in Stuttgart und wurde in der Königswertung 2024 Vierter, 2025 Fünfter. In der US-amerikanischen Supercross-Meisterschaft 2026 belegte er Gesamtrang 18 und ist damit der am höchsten platzierte Fahrer der diesjährigen US-Delegation.
Gespannt darf man auf das Comeback von Ryan Breece in Stuttgart bzw. Deutschland sein, der die Schleyer-Halle 2019 als König verließ. Auch Zack Williams und Jeremy Hand haben in der hart umkämpften US-Supercross-Meisterschaft 2026 stark gepunktet und sind einiges zuzutrauen. Henry Miller könnte ebenfalls für eine Überraschung sorgen: Die 250er-Supercross-Meisterschaft der „East Coast“ beendete er in diesem Jahr auf dem ausgezeichneten siebten Platz.
Deutsche Hoffnungen in der SX1
In der Top-Klasse stellt Deutschland dieses Jahr drei Fahrer: Nico Koch aus Braunschweig, Mark Scheu aus Grabenstetten und den Saarländer Stefan Ekerold. Dank zahlreicher internationaler Supercross-Rennen, unter anderem in den USA, hat Nico Koch die besten Chancen auf die Qualifikation für die Finalrennen. Für ihn ist Stuttgart nach dem Teamwechsel am Ende der Outdoor-Saison zudem der erste öffentliche Auftritt im KTM Sarholz Racing Team.
SX2: Duell der Nationen auch in der kleinen Klasse?
In der SX2 will der Franzose Jules Pietre seinen Titel als „Prinz von Stuttgart“ verteidigen. Seine Landsleute Liam Bruneau und Mathys Boisrame sind ebenfalls zu beachten, denn sie belegten 2025 in Stuttgart die Gesamtränge drei und vier. Ein Jahr zuvor holte sich Preston Boespflug den Prinzentitel. Der junge US-Amerikaner kehrt nach einem Jahr Pause mit großen Ambitionen nach Stuttgart zurück.

Die besten deutschen Chancen in der SX2
Als deutscher Hoffnungsträger gilt Noah Ludwig aus Aschersleben. Der 22-Jährige vom KTM Sarholz Racing Team legte im Vorjahr in Stuttgart einen grandiosen Einstand im Supercross hin: Gleich am ersten Abend raste er als Dritter des SX2-Finales aufs Tagespodest. Am Samstag wurde er Sechster und als Fünfter der Prinzenwertung bester Deutscher. Auch diesmal will er an diese Erfolge anknüpfen:
Noah Ludwig: „Mein Ziel ist definitiv wieder aufs Podium zu fahren, auch in der Overall-Wertung.“
Weitere deutsche Starter in der „kleinen“ Klasse sind Paul Bloy (Biberach), Elias Stapel (Mittelstadt), Oskar Luis Romberg (Hilbeck), Malik Schoch (Wildberg) und Ben Gosepath (Grevenbroich).

Tickets und der neue Holeshot Pass
Karten für das ADAC Supercross Stuttgart gibt es in den Kategorien Gold, Silber und Bronze. ADAC Mitglieder bekommen zehn Prozent Rabatt auf Silber-Tickets. Jede Karte schließt den kostenlosen Eintritt ins Fahrerlager ein. Erhältlich sind die Tickets online (www.supercross-stuttgart.de/tickets), in den ADAC Geschäftsstellen oder telefonisch unter 0711 2800 136. Kindertickets (6 bis 14 Jahre) kosten ab 27 Euro, Jugendtickets (15-17 Jahre) ab 37 Euro, Erwachsenentickets ab 51 Euro.
Erstmals wird für Samstag, 7. November, der „Holeshot Pass“ angeboten. Er garantiert den Einlass in die Halle schon eine Stunde vor der regulären Öffnung samt einem besonderen Supercross-Special und damit auch früheren Zugang zum Fahrerlager. Der Pass ist ein Upgrade für 25 Euro, ein gültiges Ticket für die Veranstaltung wird dafür vorausgesetzt.
Fotos: © ADAC Württemberg e.V.
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