Mathis Valin und Romain Febvre vom Kawasaki Racing Team sichern Frankreich im Qualifying des 79. FIM Motocross of Nations in Ernée die erste Gate-Wahl in allen Läufen des Hauptprogramms. Febvre wird in der MXGP Zweiter, Valin gewinnt bei seiner Rückkehr nach drei Monaten Verletzungspause den MX2-Lauf.
Mathis Valin und Romain Febvre vom Kawasaki Racing Team haben Frankreich beim 79. FIM Motocross of Nations (MONSTER ENERGY FIM MXoN) auf heimischem Boden in Ernée mit starken Auftritten im Qualifying die erste Gate-Wahl in jedem Lauf des morgigen Hauptprogramms gesichert. Febvre legte mit einem risikolosen zweiten Platz in der MXGP die Basis, ehe Valin, der erstmals seit drei Monaten wieder ein Rennen fuhr, in der MX2 zum Sieg stürmte und damit die Pole für La Grande Nation perfekt machte.
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Zur Freude der riesigen französischen Kulisse bescherte Febvre der Gastgebernation einen glänzenden Start ins Qualifying: Im ersten MXGP-Lauf holte er sich von Gate 22 aus klar den Holeshot und setzte sich bald vom Feld ab. Für die Gate-Wahl des Teams im Hauptprogramm am Sonntag zählen zwei von drei Ergebnissen, deshalb liegt es besonders am MXGP-Fahrer, Risiken zu vermeiden und seinen Teamkollegen eine solide Grundlage zu liefern. Febvre blieb daher gelassen, da nur ein einziger Konkurrent sein Tempo mitgehen konnte und der Dritte nach fünfzehn Minuten fast zwanzig Sekunden zurücklag. Er nutzte die Gelegenheit, die Linien seines Rivalen zu studieren, und schloss vier Runden vor Schluss nach Belieben wieder zum Hinterrad auf. Er zog sogar neben ihn, doch ein überrundeter Fahrer verhinderte das Überholmanöver, und der Franzose gab sich schließlich mit dem sicheren zweiten Platz zufrieden.

Valin, der zum zweiten Mal im Nationaltrikot antrat, zeigte in seinem ersten Rennen nach der erzwungenen dreimonatigen Verletzungspause eine makellose Leistung. Als Zweiter aus der ersten Kurve des MX2-Qualifyings heraus begnügte er sich zunächst damit, dem Führenden zu folgen, ehe er in Runde fünf an die Spitze ging und sich zur Begeisterung der Zuschauer absetzte. Sein sicherer Sieg mit sechs Sekunden Vorsprung garantierte Frankreich schon vor dem abschließenden Qualifikationslauf der MX Open die erste Gate-Wahl am Sonntag.

Mathis Valin (Frankreich, MX2): „Es ist ein verrücktes Comeback nach drei Monaten ohne Rennen. Nach einem guten Start habe ich die ersten Runden ruhig angehen lassen; ich wusste, dass ich das Tempo hatte, um wieder an Sacha heranzukommen. Dann habe ich Druck gemacht, und er hat einen Fehler gemacht. Ich hatte nach so langer Rennpause enormes Armpump, aber das Publikum hat mir geholfen, das auszublenden; vor der Haupttribüne konnte ich vor lauter Wellen von Lärm nicht einmal mein eigenes Motorrad hören.“

Romain Febvre (Frankreich, MXGP): „Es war ein guter Tag für das Team. Wir haben unseren Job erledigt und sind morgen als Erste am Gate, aber wir müssen konzentriert bleiben, um die Arbeit zu Ende zu bringen. In den ersten Runden meines Qualifyings war es etwas knifflig, denn die Strecke war im einzigen Training am Morgen völlig flach, doch für unser Rennen hatten sich Spurrillen gebildet, sodass ich die Strecke neu lernen musste. Nachdem Prado mich überholt hatte, konnte ich seine Linien beobachten; ich bin wieder nah an ihn herangekommen, konnte aber nicht ganz vorbei.“
Levi Kitchen von Pro-Circuit Kawasaki arbeitete sich nach einem Startplatz im Mittelfeld von Gate 26 am Ende der ersten Runde des MX2-Qualifyings bereits auf Rang fünf vor und fuhr weiter Druck machend auf einen starken dritten Platz. Damit führte er die USA auf Rang sieben der Teamwertung. Pauls Jonass vom KRT führte Lettland mit Rang fünf im MX-Open-Qualifying auf Platz fünf der Teamwertung. Francisco Garcia, der europäische EMX250-Champion von Venum Bud Racing Kawasaki, bewies auf einer KX450 sein Können, indem er Jonass als Sechster auf den Fersen blieb, und Spanien sicherte sich Rang zwei der Teamwertung. Taylor Hammal von DRT Kawasaki schuf für Großbritannien mit einer starken Fahrt im MXGP-Qualifying eine hervorragende Grundlage: Er kämpfte sich vom 23. Platz beim ersten Zwischenzeitpunkt bis Runde vier in die Top Ten vor, hielt im Duell mit den GP-Stammfahrern mit und wurde Neunter. Damit sicherte er seiner Nation die Qualifikation für das Hauptprogramm mit der zehnten Gate-Wahl. Guilherme Bresolin wurde im MX1-Qualifying Achtzehnter und verhalf Brasilien als 18. der Teamwertung ins morgige Hauptprogramm. Haruki Yokoyamas 20. Platz in der MX2 nach einem Start unter den ersten Fünf reichte dagegen nicht ganz, um Japan direkt ins Hauptrennen zu bringen.

Pauls Jonass (Lettland, MX Open): „Es war ein guter Tag für Lettland und auch für mich, mit P5. Wir haben das Motorrad heute Morgen auf weichen Boden abgestimmt, doch das war für das Qualifying zu viel, da die Strecke hart wurde und ich teilweise etwas zu aggressiv gefahren bin. Ich sollte ein besseres Gefühl für die Strecke bekommen, wenn wir das Motorrad wieder leichter gemacht haben.“
Francisco Garcia (Spanien, MX Open): „Die Strecke hat sich im Lauf des Tages komplett verändert; am Nachmittag hatte ich ein besseres Gefühl, aber ich bekam viel Armpump. Ich wurde Sechster, aber ich gewinne lieber; heute haben wir als Team P2, doch morgen kämpfen wir um den Sieg.“

So läuft das Hauptprogramm am Sonntag
Die neunzehn direkt für das morgige Hauptprogramm qualifizierten Teams treten gemeinsam mit einem zwanzigsten Team, das sich über das B-Finale am Sonntagmorgen qualifiziert, in drei Läufen an, um über die Peter Chamberlain Trophy und den Titel „Team-Weltmeister“ zu entscheiden. Pro Team gehen in jedem der drei Läufe zwei Fahrer an den Start. Im ersten Rennen über dreißig Minuten plus zwei Runden starten die MXGP- und MX2-Fahrer, eineinhalb Stunden später stoßen im zweiten Lauf die MX-Open-Fahrer zu den MX2-Piloten. Im dritten Lauf nach einer weiteren kurzen Pause fahren MXGP und MX Open gemeinsam. Die endgültige Teamwertung ergibt sich aus den besten fünf von sechs Ergebnissen.

In jedem Rennen darf ein Mitglied jedes Teams, in der Reihenfolge des Qualifikationsergebnisses vom Samstag, zuerst seinen Startplatz wählen. Nachdem jedes Team einen Fahrer ans Gate geschickt hat, wählt der zweite Fahrer jedes Teams seine Startposition, wiederum in der Reihenfolge des Qualifyings. Bei der Frage, welcher Fahrer zuerst ans Gate geht, kann die Taktik eine Rolle spielen: Manche Teams geben ihrem Teamleader die erste Wahl, andere setzen darauf, ihren MX2-Fahrer den besten Startplatz wählen zu lassen, in der Hoffnung, so den Leistungsvorteil der 450er gegenüber seinem 250er im Duell um die erste Kurve ausgleichen zu können.
Das Motocross of Nations ist in vielerlei Hinsicht ein einzigartiges und faszinierendes Ereignis und im Kern ein Teamwettbewerb, bei dem persönliche Ambitionen hinter dem Nationalteam zurückstehen. Möge das beste Team gewinnen.

Bild- und Textmaterial: © Kawasaki Motors Europe N.V. | Original-Pressemitteilung
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